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Garbsen Schloß Ricklingens erster Defibrillator: Inga Fichte erklärt, wie er funktioniert
Umland Garbsen

Garbsen: Schloß Ricklingens erster Defibrillator hängt in der Sporthalle

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15:05 10.12.2019
Inga Fichte vom Unternehmen MediCare (links) erklärt den Vertretern von Vereinen und Einrichtungen aus Schloß Ricklingen den Umgang mit dem Defibrillator. Quelle: Jutta Grätz
Schloß Ricklingen

Er ist knallrot, trägt ein weißes Herz, ist so groß wie eine Handtasche und kann im Notfall Leben retten: der vollautomatische Defibrillator, der künftig im Eingangsbereich der Sporthalle an der Buschriede hängt. Initiiert hat den Kauf des Gerätes – es ist der erste im Ort – das DRK Schloß Ricklingen um die Vorsitzende Sonja Röttger. „Wir wollen damit für mehr Sicherheit der Sportler sorgen, die hier trainieren“, sagt sie. „Vom Kleinkind bis zum Rentner.“

Denn die Turnhalle werde von vielen örtlichen Vereinen, aber auch von der Kita und der Grundschule genutzt. Wie der Defibrillator funktioniert, hat am Montag Inga Fichte vom Unternehmen MediCare Vertretern des TSV und der TG Schloß Ricklingen sowie Johanna Heidt vom Hort der Grundschule erklärt. „Das Gerät kann mithilfe gezielter Stromstöße das Herz wieder zum Schlagen bringen oder lebensbedrohliche Zustände wie Vorhof- oder Kammerflimmern beenden“, berichtete Fichte. „Im Ernstfall gibt das Gerät alle Arbeitsschritte per Sprachausgabe vor“, erläuterte sie. „Sie können nichts verkehrt machen.“

Er ist so groß wie eine Handtasche und kann im Notfall Leben retten: Der vollautomatische Defibrillator hängt künftig im Eingangsbereich der Turnhalle an der Buschriede. Quelle: Jutta Grätz

Defibrillator ersetzt nicht die Herzdruckmassage

„Bleiben Sie ruhig“, appellierte anschließend das Trainingsgerät und erklärte den Teilnehmern der Schulung dann, wie die Kleidung geöffnet und zwei Elektroden am Oberkörper der betroffenen Person befestigt werden müssen. Der Defibrillator analysiert selbst, ob und welche Art von Stromstößen abgegeben werden müssen, um den Herzschlag wieder in Gang zu setzen oder zu normalisieren. „Er ersetzt jedoch nicht die Herzdruckmassage“, betonte Fichte. Die sei im Ernstfall ebenso notwendig – und zwar im Wechsel. „Und vergessen Sie nicht, den Notruf abzusetzen und Hilfe zu rufen.“ Doch auch daran erinnere das Gerät.

Der Defibrillator kostet 1500 Euro. Er wird zur Hälfte vom DRK bezahlt, die andere Hälfte finanziert Frank Möller vom gleichnamigen Steuerbüro. „Die Spende ist mir wichtig“, sagte Möller, „Auch meine drei Kinder trainieren regelmäßig in der Sporthalle.“

Für jeden zugänglich: Sonja Röttger, Vorsitzende des DRK Schloß Ricklingen, zeigt, wo der Defibrillator künftig zu finden ist. Quelle: Jutta Grätz

Von Jutta Grätz

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