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Garbsen Servicebetriebe sind bereit für den Winter
Umland Garbsen Servicebetriebe sind bereit für den Winter
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00:18 17.11.2018
Meino Heuer (links) und Andreas Fröhlich zeigen die neuen Fahrzeuge, die künftig für den Winterdienst eingesetzt werden. Quelle: Jutta Grätz
Havelse

Auch wenn aktuell noch die warme Herbstsonne über Garbsen scheint, am 15. November beginnt offiziell der Winterdienst. Der Winter kann kommen, denn die Servicebetriebe sind auf den Winter vorbereitet. Die Salzlager sind voll, vier neue Fahrzeuge verstärken den Fuhrpark, die Dienstpläne sind fertig. 300 Kilometer Straßen halten die Mitarbeiter der städtischen Servicebetriebe im Winter frei von Eis und Schnee – dazu Hunderte Bushaltestellen sowie Gehwege vor Schulen und Spielplätzen.

Der Winter kann kommen, die städtischen Servicebetriebe sind vorbereitet. Mit rund 200 Tonnen ist das Salzlager voll, vier neue Fahrzeuge verstärken den Fuhrpark, darunter zwei multifunktionale LKW.

Einsatz beginnt um 2 Uhr nachts

Im Winterdienst, er gilt bis zum 15. März, beginnt der Arbeitstag bei den Servicebetrieben um 2 Uhr nachts. Der Notdienst ist der erste auf den Straßen, wenn der Wetterdienst Eis und Schnee ankündigt. Anschließend werden die Mitarbeiter per Pieper alarmiert. Der Winterdienst arbeitet in in zwei Schichten – mit je 25 Mitarbeitern und ab drei Uhr morgens.

Für ihren Einsatz müssen die Servicebetriebe Prioritäten setzen: Zuerst werden die Hauptverkehrsstaßen gestreut, dann die Schulwege und Wege vor Bushaltestellen, zuletzt die Siedlungsstraßen. 16 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter große Unimog-Lastwagen und große Transporter. Zwei neue 7,5-Tonner, die sich mit Streuer und Schneeschild für den Winterdienst umrüsten lassen, verstärken den Fuhrpark. „Sie sind durch moderne Technik umweltfreundlicher“, sagt Meino Heuer, Leiter der Servicebetriebe. Zwei kleine Trecker ergänzen den Maschinenpark ebenfalls. „Sie sollen die sogenannte Fußtruppe entlasten“, sagt er.

200 Tonnen Salz stehen bereit

Mit rund 200 Tonnen Salz ist das Lager der Servicebetriebe gut gefüllt. „Wir haben das im September bei 33 Grad Celsius bestellt“, sagt Andreas Fröhlich, Leiter des Gebiets Tiefbau bei den Servicebetrieben. „Und dadurch einige Euro pro Tonne gespart.“ Verwendet wird ein angefeuchtetes Magnesiumchlorid. Außerdem haben die Servicebetriebe 30.000 Tonnen konzentrierte Sole und 50 Tonnen Split auf Vorrat. Durchschnittlich werden pro Jahr 250 Tonnen Salz verbraucht, sagt Heuer. „Nur im ’Sparwinter’ 2018 waren es rund 150“, sagt er. „Das ist gut für die Umwelt.“

Die Servicebetriebe nutzen für die Wettervorhersage eine speziell für Garbsen konzipierte Wetter-App. Eine Messstation ist an der Burgstraße. „Die Winter sind unkalkulierbar geworden“, sagt Heuer. Die Metereologen seien sich aber sicher, dass die Tendenzen zu Naturkatastrophen wie Sturm und Starkregen zunehmen würden. „Und dass die Winter im Mittel um zwei bis drei Grad Celsius zu warm werden.“ Und wie wird der Winter in dieser Saison? Im November herrsche Trockenheit, der Januar soll zu nass werden. Ob als Regen oder Schnee könne noch keine der drei weltweit genutzten Wetterprognosen vorhersagen. Eins ist für Heuer sicher: „Die Folgen der Stürme Xavier im Oktober 2017 und Friederike im Januar 2018 beschäftigen die Servicebetriebe noch immer.“

Winterdienst: Das müssen Bürger beachten

Die Mitarbeiter der Servicebetriebe sind im Winter nicht die einzigen, die Schnee räumen müssen. „Auch die Bürger sind verpflichtet, die Gehwege bis 7 Uhr morgens frei zu machen“, betont Meino Heuer, Leiter der Servicebetriebe. An Sonn- und Feiertagen gilt eine Frist bis 9 Uhr. Die Wege müssen in einer Breite von 1,20 bis 1,50 Meter Breite geräumt werden. „In Spielstraßen, die keine Gehwege haben, müssen Anwohner ebenfalls so breit Schnee und Eis räumen“, ergänzt sein Kollege Andreas Fröhlich.

Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, gehe ein hohes Risiko ein, sagt Fröhlich. Sollte jemand auf eisglatten Wegen ausrutschen, haften dafür die Anwohner. Bürger und auch von ihnen beauftragte Firmen dürften im Gegensatz zur Stadt kein Salz streuen, weil das schädlich für die Umwelt sei. „Städtische Mitarbeiter kontrollieren das punktuell“, sagt Fröhlich. Die Bürger sollten stattdessen Sand oder Split verwenden. Bis zu 20 Liter Split können sich die Garbsener kostenlos bei den Servicebetrieben, Im Alten Dorfe 37-43, oder am Friedhof Planetenring, abholen. Falls der Winter härter wird als erwartet, wird das Splitmobil das Streugut in den Stadtteilen an Bürger verteilen. jgz

Von Jutta Grätz

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