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Garbsen So läuft der Umbau des Nord-West-Zentrums
Umland Garbsen

Garbsen: So läuft der Umbau des Nord-West-Zentrums in Garbsen-Mitte

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13:26 30.08.2019
„Die ganze Wand kommt weg“: Centermanager Frank Eckert steht am ehemaligen Real-Getränkemarkt, in den bald neue Geschäfte einziehen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Für Frank Eckert fühlt es sich gerade an wie eine Zeitreise in die Achtzigerjahre. Der 76-Jährige ist Centermanager des Nord-West-Zentrums in Garbsen, das gerade aufwendig renoviert und vom Investor Hahn Fonds Invest für einen zweistelligen Millionenbetrag umgebaut wird. Seinem Job ging Eckert auch schon vor 35 Jahren nach, als das Einkaufszentrum in Garbsen-Mitte neu gebaut worden ist. „Alles um mich herum ist eine Baustelle, genau wie 1984“, sagt Eckert bei einem Rundgang durch den Gebäudekomplex.

Der Charme der Achtzigerjahre

Aber genau da liegt auch der Sinn der Modernisierung. Denn auch die Optik, insbesondere die braunen Fassaden, erinnert vom Stil doch stark an den Geschmack aus vergangenen Jahrzehnten. Aus Sicht von Eckert war die Entscheidung für einen Umbau deshalb nahezu überfällig: „In Garbsen ändert sich ja gerade an jeder Ecke etwas. Da wurde es Zeit, dass hier auch mal etwas Neues passiert“, sagt er.

Disco KU zog einst die Besucher an

Der Grundstein für das Nord-West-Zentrum in Garbsen-Mitte wurde bereits 1983 gelegt. Zwei Jahre später wurde das Einkaufszentrum eröffnet. „Vorher war hier nur grüne Wiese“, sagt Centermanager Frank Eckert. Der Bedarf in der Stadt nach Einkaufsmöglichkeiten sei damals groß gewesen. Investor war die Codan-Bau GmbH aus Nordrhein-Westfalen, sagt Eckert – das Unternehmen war damals auch Trikotsponsor des TSV Havelse. Als größter Mieter ist der Real-Markt von Beginn an im Zentrum vertreten.

Woran sich viele Garbsener zudem noch gern erinnern: Von 1985 bis 1990 war in dem Gebäude zudem die äußerst beliebte Großraumdisco KU untergebracht. In deren Hochphase traten dort Stars wie Joe Cocker und Modern Talking auf, erinnert sich Eckert. Die Besucher nahmen dafür weite Anreisen in Kauf: „Der Parkplatz war sogar voller als am verkaufsoffenen Sonntag oder zu Weihnachten“, meint er. Nach einem Betreiberwechsel funktionierte das Konzept allerdings nicht mehr und die Disco wurde geschlossen.

Und es passiert einiges. Derzeit sind in erster Linie die Mitarbeiter eines Abrissunternehmens beschäftigt. Ihre Expertise ist im ehemaligen Real-Getränkemarkt gefragt, dem sogenannten Haus 1. In diesem Gebäude werden gleich reihenweise Wände herausgerissen, der Fußboden neu gemacht und Platz für vier neue Geschäfte gemacht. Der Getränkemarkt wird nicht mehr darunter sein, er ist inzwischen in das Hauptgeschäft von Real ein Haus weiter integriert worden. „Die Kunden wollen bei einem Einkauf alles auf einmal erledigen“, begründet Eckert diesen Schritt.

Vier neue Läden ziehen ein

Stattdessen werden im Haus 1 künftig die Drogeriekette dm, das Textilunternehmen Ernsting’s family und das Siemes-Schuhcenter den Kunden ihre Waren anbieten. Als viertes Geschäft zieht dann ein Asia-Imbiss ein, der sein Domizil derzeit noch in einer Hütte auf dem Parkplatz des Zentrums hat. „Die muss da weg, weil der Parkplatz vergrößert wird“, erklärt Eckert. Die Anzahl der Parkplätze ändert sich übrigens trotzdem nicht – dafür werden einige künftig deutlich breiter werden.

Der größte neue Mieter im Nord-West-Zentrum wird TK Maxx, der eine Verkaufsfläche von rund 1500 Quadratmetern nutzt. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Discounterkette für Markenkleidung, ‑schuhe und ‑accessoires sowie Einrichtungsartikel. Bei so viel neuen Läden könnte man auf die Idee kommen, dass die alten Mieter unzufrieden waren. Aber das Gegenteil ist der Fall, darauf legt Centermanager Eckert großen Wert: „Wir haben seit 35 Jahren durchgehend 100 Prozent der Fläche vermietet. Es gab niemals einen Leerstand, der länger als 14 Tage gedauert hat“, sagt er.

Wiesen für die Bienen

Zufrieden ist der 76-Jährige auch mit den geplanten Verbesserungen für die Kunden. Dazu gehören neben den neuen Fassaden und renovierten Gebäuden auch überdachte Laubengänge. So sollen die Menschen auch bei Regen trocken von Geschäft zu Geschäft gelangen. Als interessantes Extra haben sich die Verantwortlichen der Hahn Fonds Invest sogar etwas für den Naturschutz überlegt: Sie legen zwei Wiesen an, auf denen Blumen gepflanzt werden, damit sich auch Bienen dort wohlfühlen. Wenn alles gut geht, soll ein Großteil der Arbeiten bereits vor dem Weihnachtsgeschäft abgeschlossen sein.

So soll das Nord-West-Zentrum nach dem Umbau aussehen. Quelle: Hahn Fonds Invest GmbH

„Das wird schon richtig schön“, lautet das Fazit Eckerts. Nur zum Goldton für die Fassade, den die Verantwortlichen wegen des „wertigen Eindrucks“ ausgewählt haben, äußert sich der erfahrene Centermanager ungewohnt wortkarg: „Geschmackssache.“

Am Nord-West-Zentrum in Garbsen sind derzeit die Mitarbeiter eines Abrissunternehmens beschäftigt. Die neuen Geschäfte sollen bis Ende des Jahres fertig sein.

Von Gerko Naumann

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