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Garbsen Projekt X baut Kooperation mit Schulen aus
Umland Garbsen Projekt X baut Kooperation mit Schulen aus
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18:20 30.01.2019
Seit Mitte 2018 haben die Mitarbeiter von Projekt X einen Anlaufpunkt in den ehemaligen Balance-Räumen an der Dorfstraße 29. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

Die Sozialarbeiter des Projekt X haben seit Sommer 2018 einen neuen Anlaufpunkt in Berenbostel an der Dorfstraße 29. Davor waren sie mehr als ein Jahr lang in der Silvanusgemeinde beheimatet. Am Dienstag haben die Vertreter des Sozialausschusses die Räume besichtigt – und sich ein Bild davon gemacht, wie sich die Jugendarbeit im Stadtteil entwickelt hat. Projekt X, das steht dafür Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen und attraktive Angebote zu schaffen. Die Präsenz des Projekts neben dem Stadtteil Auf der Horst auch in Berenbostel sei lange politischer Wunsch gewesen, sagt Günther Barthel, Vorsitzender des Sozialausschusses. „Die Berenbosteler haben lange darum gebettelt“, sagt Ratsfrau Gudrun Roggenkamp. Denn im Stadtteil fehle ein offener Treffpunkt für junge Erwachsene als Ergänzung zum Haus der Jugend.

„Die neuen Räume werden richtig gut angenommen“, betont Detlev Beaury, Geschäftsführer der Gruppe Jugendhilfe, die Träger des Projekt X ist. Vierzehntägig am Sonnabend sind die Sozialarbeiter ab 15 Uhr in den neuen Räumen ansprechbar – im Wechsel mit dem Standort an der Skorpiongasse Auf der Horst. Sie stehen zur Beratung zur Verfügung. „Und natürlich sind auch Fußball gucken und Computerspiele angesagt“, sagt Sozialpädagoge Christian Hornig.

Was ist das Projekt X in Garbsen?

Projekt X ist ein Jugend- und Familienkonzept, das Jugendlichen in Garbsen eine Anlaufstelle bieten soll. Die Mitarbeiter sind Experten für auffällige Jugendliche und seit Ende 2013 im Stadtteil Auf der Horst unterwegs. Träger ist die Gruppe Jugendhilfe aus Neustadt. Seit 2017 haben die Sozialarbeiter von Projekt X auch in Berenbostel einen Anlaufpunkt – zunächst in den Räumen der Silvanusgemeinde, seit dem Umzug des Vereins Balance in den Bürgerpark im Sommer 2018 nutzt das Team die Räume an der Dorfstraße in Berenbostel schräg gegenüber der Ratsschule. Stadt und Region finanzieren das Angebot mit 150.000 Euro pro Jahr und beteiligt sich zudem an den Personalkosten für Sozialarbeiter Feyzi Esif. Das Projekt läuft vorerst bis zum Jahr 2022. jgz

Gruppenangebote, Streetwork, Hilfe zur Erziehung und Vernetzung seien die vier Säulen des X im Projektnamen, erklärt Beaury. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass Probleme mit Schule, Eltern und der Polizei lösbar sind.“ Das Team arbeitet eng zusammen mit Lehrern, anderen Einrichtungen im Stadtteil sowie mit der städtischen Jugendarbeit und der Jugendhilfe der Region. Insbesondere die Vernetzung mit den Schulen sei in den vergangenen Monaten ausgebaut worden.

„Wir gehen dahin, wo die Kids sind“

„Wir gehen dahin, wo die Kids sind“, sagt Sozialpädagoge Hornig. So haben er und sein Kollege Kujtim Makresi mit Achtklässlern der Oberschule Berenbostel ein Sozialkompetenztraining absolviert. Das mehrtägige Projekt mit Übungen und Aufgaben soll die Schüler nicht nur für Mobbing und Ausgrenzung sensibilisieren, sondern auch die Persönlichkeit der Jugendlichen stärken.

Detlev Beaury, (von links), Geschäftsführer der Gruppe Jugendhilfe, Sozialarbeiter Christian Hornig, Ratsfrau Gudrun Roggenkamp und Garbsens Sozialdezernentin Monika Probst treffen sich vor der Sitzung des Sozialausschusses in den neuen Räumen von Projekt X an der Berenbosteler Dorfstraße. Quelle: Jutta Grätz

Auch die jüngeren Schüler nehmen die Sozialarbeiter in den Blick. Für zwei Sportangebote am Nachmittag kooperiert Projekt X mit der Ratsschule direkt gegenüber. Am Mittwoch wird eine Kochrunde angeboten, am Donnerstag eine Beratung. „Beim Sport und Kochen lassen sich viel leichter Regeln und Rücksichtnahme vermitteln“, sagt Hornig. Ganz dicht dran an den Jugendlichen sind die Sozialarbeiter auch, wenn sie unterwegs sind im Quartier Auf dem Kronsberg, auf dem Schützenplatz, Spielplätzen und beim Mitternachtssport. Mitarbeiter der Familien- und Jugendhilfe kommen auch direkt in die Familien.

Von Jutta Grätz

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