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Garbsen So planen Kinder in Frielingen den Umbau des Spielplatzes mit
Umland Garbsen

Garbsen: Spielplatz Enseburgweg in Frielingen bekommt neue Spielgeräte

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17:40 04.12.2019
Simon Bauermeister (rechts) zeigt den Anwohnern die Pläne für den Spielplatz am Enseburgweg in Frielingen. Quelle: Gerko Naumann
Frielingen

Wenn es um die Spielplätze in Garbsen geht, holt sich die Stadt Rat bei Experten. Und wer weiß am besten Bescheid über die neuesten Trends bei Schaukeln, Wippen, Rutschen und Klettergerüsten? Richtig, die Kinder und Jugendlichen in der Stadt. Sie dürfen deshalb ein Wörtchen mitreden, wenn Beate Butsch und Simon Bauermeister über den Neubau oder die Umgestaltung von Spielplätzen entscheiden. Die beiden sind zwar schon etwas älter, als Leiterin des Bereichs Stadtgrün und Friedhöfe (zu dem auch die Spielplätze gehören) und Fachmann für Spielplätze im Rathaus aber natürlich auch so etwas wie Experten.

Geräte haben 20 Jahre gehalten

Butsch und Bauermeister haben kürzlich entschieden, dass der Spielplatz am Enseburgweg in Frielingen als nächstes aufgefrischt werden soll. Einige der Geräte sind dort schon abgebaut worden, weil die Stadt nicht mehr für die Sicherheit garantieren konnte. Andere sind schon 20 Jahre alt. „Dafür haben sie sich erstaunlich gut gehalten“, sagt Butsch. Üblicherweise rechne die Verwaltung damit, dass Spielgeräte aus Holz, die dem ganzen Jahr über Wind und Wetter ausgesetzt sind, nach etwa zwölf Jahren ausgetauscht werden müssen.

Simon Bauermeister und Beate Butsch fragen Kinder und Anwohner nach ihren Wünschen für den Spielplatz am Enseburgweg. Quelle: Gerko Naumann

In Frielingen passiert das nun also etwas später – und eben unter Beteiligung der Betroffenen, also der Kinder und Anwohner aus der Umgebung. Mehr als 20 haben sich an einem Nachmittag auf dem Gelände am Enseburgweg getroffen, um Ideen auszutauschen. Und davon gibt es reichlich. Eine Mutter wünscht sich eine Nestschaukel für ihre Tochter, ein Mädchen eine Art Klettergarten für Jugendliche. Aber auch ganz praktische Dinge stehen auf der Wunschliste der Anwohner: „Mehr Fahrradständer wären wichtig und zusätzliche Mülleimer“, schlägt ein Anwohner vor.

Fußballtore sind nicht erlaubt

Diese beiden Dinge stehen ohnehin auf der Liste der Stadt, versichert Butsch. Alle Wünsche kann sie aber nicht erfüllen. So erklärt sie etwa einem fußballbegeisterten Jungen, dass auf einem Spielplatz keine Fußballtore aufgestellt werden dürfen. „Wir haben eine Spielplatzsatzung, die das verbietet.“ Und Bauermeister macht deutlich: „Wir haben als Stadt ein Budget. Das ist so was wie bei Euch das Taschengeld. Wenn das aufgebraucht ist, können wir nichts mehr kaufen.“

Klettern, hangeln, rutschen: Dieses Gerät wird demnächst auf dem Spielplatz am Enseburgweg in Frielingen aufgestellt. Quelle: Gerko Naumann

Aber die Mitarbeiter der Verwaltung sind vorbereitet. Sie zeigen den Kindern und Eltern Bilder von verschiedenen Geräten, für die das „Taschengeld“ der Stadt reichen würde. Anschließend dürfen die Kinder sich für die entscheiden, die ihnen am besten gefallen. Dafür kleben sie farbige Punkte auf die Bilder. Die Jungen blaue, die Mädchen rote Punkte. „Das machen wir, damit am Ende beide Geschlechter zu ihrem Recht kommen“, sagt Bauermeister. Am Ende sind die Ergebnisse in Frielingen aber ohnehin fast einstimmig. Der Spielplatz bekommt eine Nestschaukel. Dazu werden jeweils ein Gerät mit Rutschen für die kleinen Kinder und Elementen zum Klettern für die Älteren aufgestellt.

Wo früher der Vater gespielt hat, spielt heute der Sohn: Oliver Beermann und Matti (1) wohnen am Enseburgweg. Quelle: Gerko Naumann

Für die Diskussion interessiert sich Matti noch nicht. Sein Vater Oliver Beermann versichert aber, dass sich der Einjährige vor allem auf die neue Rutsche freut. Für den Vater, er ist stellvertretender Ortsbrandmeister in Frielingen, geht es vor allem um Sicherheit. „Ich war selbst noch Jugendlicher, als die Geräte hier aufgestellt worden sind. Deshalb bin ich froh, dass sie endlich erneuert werden“, sagt er.

Die Spielgeräte auf dem Spielplatz am Enseburgweg in Frielingen sind teilweise 20 Jahre alt und sollen ausgetauscht werden. Die Stadt hat nun Kinder und Anwohner gefragt, was sie sich wünschen.

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Von Gerko Naumann

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