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Garbsen Städtepartnerschaftsverein kritisiert Entscheidung des Rates
Umland Garbsen

Garbsen: Städtepartnerschaftsverein kritisiert Entscheidung des Rates

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17:51 11.07.2019
Dieter Roggenkamp, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, ist in den vergangenen Jahren immer wieder nach Texas gereist – hier im Jahr 2016. Quelle: privat
Berenbostel

Der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Dieter Roggenkamp, hat sich kritisch zur Entscheidung des Rates geäußert, den Vertretern der Stadt keine Dienstreise in die USA zu genehmigen. Im Oktober fliegt eine Delegation aus Garbsen nach Farmers Branch in Texas, um das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der IGS Garbsen und der Turner Highschool zu feiern. „Zudem sollte auch das Programm für die Feier zur 30-jährigen Städtepartnerschaft besprochen und geplant werden“, sagt Roggenkamp. Termin dafür ist Juni 2020. Dann kommt eine Delegation aus Farmers Branch nach Garbsen.

„Ratsmitglieder schrecken vor Kosten zurück“

„Die Entscheidung des Rates gefährdet alle bisherigen erfolgreichen Unternehmungen und Planungen“, sagt Roggenkamp. Während offizielle Dienstreisen in alle anderen Partnerstädte wie Hérouville-St.-Clair in Frankreich, Bassetlaw in Großbritannien und Wreschen in Polen genehmigt und bezahlt worden seien, schreckten viele Ratsmitglieder bei Kosten von etwa 800 Euro für einen Flug in die USA zurück. „Alle anderen Genehmigungen waren ohne vorherige Ermittlung der Kosten durchgewunken worden“, sagt Roggenkamp.

Der Rat wollte Bürgermeister Christian Grahl sowie den Ratsmitgliedern Gunther Koch (CDU), Gudrun Roggenkamp und Daniela Grunwald-Galler (beide SPD) die Dienstreise nur genehmigen, wenn sie auf die Erstattung der Reisekosten verzichten. Diese Beschlussvorlage hatte Grahl als „rechtswidrig“ zurückgewiesen. Bei einer erneuten Abstimmung war keine Dienstreise genehmigt worden. Gudrun Roggenkamp und Grunwald-Galler hatten bereits im Vorfeld angekündigt, selbst für die Reisekosten aufzukommen. Grahl und Koch werden nun nicht mit nach Texas reisen.

Christian Grahl und einige Ratsmitglieder wollten mitfahren, um auch diese Partnerstadt kennenzulernen und den Wunsch der Städtepartnerschaft mit Farmers Branch zu bekräftigen“, sagt Roggenkamp. „Wir bedauern, dass diese Wertschätzung nun nicht erfolgen kann.“ Koch, der ebenfalls nicht nach Texas reisen kann, ist zweiter stellvertretender Bürgermeister. „Die Delegation hat jetzt gar keinen offiziellen Repräsentanten dabei“, sagt er. Er sei zudem auch stellvertretender Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins.

In den vergangenen 30 Jahren haben bereits 833 Garbsener, darunter 352 Erwachsene und 481 Schüler als Praktikanten, Austauschschüler oder Au Pair, Farmers Branch und Texas besucht. Auch aus den USA seien immer wieder Gäste in Garbsen gewesen – etwa zum Schützenfest in Osterwald, so der Städtepartnerschaftsverein. „Neben einer Ehe sind viele Freundschaften geschlossen worden“, sagt Roggenkamp. „An den entsprechenden Begegnungen in Farmers Branch waren immer auch die Stadtdirektoren und Bürgermeister beteiligt.“

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