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Garbsen Tonklumpen spielen „Klaus muss raus“
Umland Garbsen Tonklumpen spielen „Klaus muss raus“
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20:00 17.03.2019
Powerfrauen auf dem Weg zur Weiber-WG: Martina Struve (von links), Evelyn Jagstaidt und Imke Heinecke.
Powerfrauen auf dem Weg zur Weiber-WG: Martina Struve (von links), Evelyn Jagstaidt und Imke Heinecke. Quelle: Jutta Grätz
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Auf der Horst

Klaus muss raus – unbedingt! Der 45-Jährige wohnt noch im Hotel Mama und ist ein echter Macho. Während Mutti zwischen dampfenden Grünkohl und Staubsauger hin- und herflitzt, surft Klaus im Internet durch Partnervermittlungsbörsen auf der Suche nach der Frau fürs Leben. Mit ihrer musikalischen Komödie „Klaus muss raus“ hat die Gruppe Tonklumpen in der Aula am Planetenring rund 400 Besuchern außer knackigen deutschen Texten und handgemachter Musik eine kräftige Portion Humor serviert. Nach zwei ausverkauften Vorstellungen im vergangenen Oktober hat das Ensemble sein selbst geschriebenes Stück am Wochenende erneut auf die Bühne gebracht.

Mit ihrer Komödie „Klaus muss raus“ hat die Gruppe Tonklumpen in der Aula am Planetenring mehr als 400 Besuchern knackige deutsche Texte, handgemachte Musik und eine kräftige Portion Humor serviert.

Klaus’ Suche nach dem eigenen Ich und der richtigen Beziehung gestaltet sich überaus turbulent. Da trifft er in der Selbsthilfegruppe „Die Nesthocker“ die sportliche Martina (mit ausdruckvoller Altstimme: Martina Struve). Und die elegante Gundula (stark auch am Schlagzeug: Claudia Pandel) und auch die Suse (Susanne Michel). Suse chillt wie er am liebsten mit Chips auf dem Sofa, und freundet sich dann doch – bei viel Wein – lieber mit Klaus’ Mutter (Evelyn Jagstaidt) an. Die sieben Multitalente spielen sich nicht nur durch elf Rollen, sie singen auch: Das Ensemble hat für sein viertes Stück 20 Popsongs und Schlager gnadenlos umgetextet und musikalisch zurecht gebogen – Originale stammen von Abba, Supertramp oder Boss Hoss.

Hits werden gnadenlos umgetextet

Da swingen Struve und Heinecke mit dem Titel „Selbsthilfegruppe“ zum kubanischen „Guantanamera“ von Fernández Díaz. Petula Clarks „Downtown“ wird in Jagstaidts Version zu „Traumfraun“, und Eric Claptons Blues „Cocain“ wird kurzerhand zu „Gluten“. Marcel Israng als Klaus überzeugt nicht nur mit großer Spielfreude, sondern auch in Herbert Grönemeyers „Männer.“ Am Ende des Stückes gewinnen dann doch die Frauen die Oberhand: Mutti und die potenziellen Freundinnen gründen eine Weiber-WG – den Haushalt macht nun Klaus.

Mehr als drei Jahre lang haben die Darsteller um Suse Michel vom Kalle-Team und Uwe Witte, Leiter der städtischen Kulturabteilung, an dem Arrangement gearbeitet. „Witzig und sehr unterhaltsam“, lobte Zuschauerin Martina Grevesmühl. Das Publikum dankte den Akteuren nach zweieinhalb Stunden Spiel mit langem Applaus.

„Klaus muss raus“ wird am Sonntag, 17. März, 17 Uhr, erneut aufgeführt; es gibt noch wenige Restkarten an der Tageskasse.

Von Jutta Grätz