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Garbsen Zukunftswerkstatt: So bringt die Stadt den Klimaschutz voran
Umland Garbsen

Garbsen:Zukunftswerkstatt: Stadt will Bürger beim Klimaschutz einbinden

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10:00 30.01.2020
Die Stadt Garbsen möchte in diesem Jahr neun neue Ladesäulen für Elektroautos im Stadtgebiet aufstellen. Quelle: Anke Lütjens
Garbsen

Um den Klimaschutz in Garbsen voranzubringen, erarbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Klimaschutzagentur der Region Hannover ein Klimaschutzkonzept. 40.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Mit dem Konzept sollen Vorhaben systematischer und zielgerichteter angegangen werden, so die Verwaltung. Auch die Bürger sollen mitmachen. Dafür werden sogenannte Zukunftswerkstätten angeboten.

Stadt bietet Zukunftswerkstatt an

Gleich zwei Termine gibt es am Donnerstag, 30. Januar: Gemeinsam mit Unternehmen sollen von 14 bis 16 Uhr Projekte und Ideen zu Themen wie Energieeffizienz und nachhaltiger Produktion diskutiert werden. Um 18 Uhr sind Bürger, Vereine und Verbände in den Ratssaal eingeladen, um gemeinsam Ideen zu erneuerbaren Energien, klimagerechter Mobilität, Wohnen und Gebäude sowie Konsum zu entwickeln.

Klimaschutzkonzept als Leitfaden

Das Konzept soll bis März fertiggestellt sein. „Es soll als offener Handlungsleitfaden der Stadt Garbsen den Weg in eine klimafreundliche Zukunft ebnen“, sagt Sprecherin Christina Lange. Das Klimaschutzkonzept ist auch Voraussetzung für einen Klimaschutzmanager, der in der zweiten Jahreshälfte eingestellt werden soll.

Die Stadt habe in den vergangenen Jahren bereits in den Klimaschutz investiert, sagt Stadtsprecher Benjamin Irvin. So wurde die Straßenbeleuchtung überwiegend auf LED-Leuchten umgestellt. „Insgesamt wurden 4100 Leuchten erneuert. Daraus resultiert eine Energieeinsparung von 70 Prozent“, so Irvin. Jetzt würden jährlich nur noch 153 Tonnen Kohlenstoffdioxid verbraucht.

Zudem seien öffentliche Gebäude wie das Rathaus, die Campus-Kita, die Stadtbibliothek und die James-Krüss-Grundschule in einem sogenannten Niedrigenergiehaus-Standard erbaut worden.

Weitere Ladesäulen für E-Autos

Außerdem soll auch die Infrastruktur in Garbsen klimafreundlicher werden. Zum Beispiel sollen in diesem Jahr neun weitere Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt werden. Im Januar wurde bereits eine Ladesäule bei Möbel Hesse in Betrieb genommen.

Und wie sieht es mit der CO2-Bilanz der Stadt Garbsen aus? „Diese wurde von der Region Hannover auf Grundlage des Basisjahrs 2015 berechnet“, sagt Irvin. Demnach verursachten Privathaushalte 38 Prozent der Emissionen in Garbsen. Persönliches Verbrauchsverhalten, veraltete Heizungsanlagen und unzureichende Dämmung müssten auf den Prüfstand gestellt werden, so die Analyse.

Rund 33 Prozent der CO2-Emissionen entstünden den Zahlen zufolge durch den Verkehr. „In Garbsen werden noch viel zu häufig Kurzstrecken mit dem Auto zurückgelegt, statt das Fahrrad zu nutzen oder zu Fuß zu gehen“, sagt Irvin.

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Von Anke Lütjens

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