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Garbsen Die ersten Störche sind schon wieder zurück
Umland Garbsen

Garbsen in der Region Hannover: Die Störche in Schloß Ricklingen und Stelingen sind da

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11:43 27.01.2020
Dieser Storch hat bereits seit Nest an der Burgstraße in Schloß Ricklingen bezogen. Quelle: Gerhard Fritz
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Schloß Ricklingen/Stelingen

Die ersten Weißstörche sind in Garbsen gelandet: Der Schloß Ricklinger Storch ist der schnellste gewesen, er ist bereits am vorigen Freitag im Nest an der Burgstraße gelandet. Der Storch in Stelingen folgte nur einen Tag später. Das hat der Stelinger Storchenvater, Friedrich Murtfeld, beobachtet. Auch in Frielingen hat der Storch schon im Nest des Unternehmens Laseroptik Station gemacht. Das berichtet der Geschäftsführer Wolfgang Ebert.

Damit kehrten die Vögel rund vier Wochen früher aus ihren Winterquartieren zurück als normalerweise. Eigentlich kommen die Frührückkehrer erst Mitte bis Ende Februar zurück.

Milde Temperaturen führen zur Rückkehr

Der Schloß Ricklinger Storch hat einen Ring am Bein. „Er steht auf einem Bein im Nest, daher konnte ich den Ring noch nicht erkennen. Dazu müsste er auf der Kante stehen“, sagte Storchenvater Gerhard Fritz. Er gehe jedoch davon aus, dass es sich um denselben Storch wie im vorigen Jahr handelt. Die frühe Rückkehr der Störche führt er auf die milden Temperaturen zurück. „Irgendwann werden sie ganz hierbleiben“, vermutet Fritz. Beispielsweise sind die Störche im Wunstorfer Ortsteil Bokeloh 15 Jahre lang gar nicht weggeflogen. Auch in diesem Winter sind sie hier geblieben.

Störche haben eine innere Uhr

„Viele Störche überwintern mittlerweile in Mitteleuropa“, sagt Reinhard Löhmer, Beauftragter für den Weißstorch in der Region Hannover. Er vermutet, dass die beiden Störche wohl zusammen geflogen sind. Sie sind auch in Spanien früher abgeflogen als sonst. Die Störche warten jetzt auf ihre Partnerinnen, die in der Regel nach wenigen Tagen folgen. Die Störche brüten trotz ihrer frühen Rückkehr aber nicht automatisch früher. „Die Legezeit ist meist Ende März“, weiß Löhmer. Die Störche hätten eine Art innere Uhr, nach der sie sich richten.

Gutes Mäusejahr führt zu Bruterfolgen

Selbst wenn es jetzt noch einen Wintereinbruch gäbe, könnten die Störche nach Angaben Löhmers überleben. „Die Störche können auch einige Tage ohne Nahrung überstehen“, sagte der Storchenbeauftragte. Die Vögel ernähren sich überwiegend von Fröschen und Mäusen, im Winter auch von Regenwürmern. Nach der Brutsaison 2018 waren alle Überwinterer abgezogen. Grund dafür war die anhaltende Trockenheit.

2019 war Rekordjahr für Störche

Im vorigen Jahr gab es einen Rekord für den Bestand der Weißstörche in der Region Hannover. 73 Brutpaare zogen 159 Jungen auf. Zum Vergleich: 2018 gab es 61 Brutpaare und 114 Jungen. In Garbsen gibt es weitere Storchennester in Frielingen, Horst, Osterwald, Altgarbsen und Meyenfeld. Die Stelinger Störche zogen im vorigen Jahr zwei Junge auf, das Schloß Ricklinger Paar gleich vier. Insgesamt war es mit 13 Jungtieren ein starkes Storchenjahr in Garbsen. „Mäusejahre sorgen auch bei Störchen für einen guten Bruterfolg“, sagte Löhmer. Und wegen des milden Winters sei auch in diesem Jahr mit vielen Mäusen zu rechnen.

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