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Garbsen Experte: Sanierung der IGS wäre viel günstiger
Umland Garbsen Experte: Sanierung der IGS wäre viel günstiger
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00:16 12.12.2018
Ein Gutachten soll klären: Wie teuer wird eine Sanierung der IGS Garbsen? Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Die Verwaltung der Stadt Garbsen ist sich sicher: Das jetzige Gebäude der IGS Garbsen aus den Siebzigerjahren hat keine Zukunft. Nach der Auswertung mehrerer Gutachten, die sich mit der Statik und dem Brandschutz befassen, schließen die Mitarbeiter im Rathaus eine Sanierung aus. Sie planen einen Neubau, der vermutlich mehr als 75 Millionen Euro kosten würde. Die Mehrheit der Politiker in der Stadt sind sich da noch nicht so sicher. Sie fordern ein weiteres Gutachten, in dem geprüft werden soll, ob eine Sanierung nicht doch möglich und vielleicht sogar deutlich günstiger wäre.

Ingenieur: Sanierung ist möglich

Unterstützung erhalten die Neubau-Kritiker nun von Ernst-August Münkel aus Stelingen. Er ist Beratender Ingenieur für Bauwesen und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Seine These lautet: Eine Sanierung der IGS Garbsen wäre nicht nur im laufenden Betrieb möglich, sondern auch entscheidend günstiger. „Die Kosten würden maximal 10 Millionen Euro betragen“, teilt Münkel nach einer ersten Berechnung mit.

Sanierung oder Neubau? Diese Frage bezüglich der IGS Garbsen beschäftigt derzeit Rat, Verwaltung, Schüler und Lehrer. Wir haben uns in dem Gebäude umgesehen.

Seiner Ansicht nach sind die von der Stadt beauftragten Gutachten lediglich „Mittel zum Zweck“, um einen Neubau zu rechtfertigen. „Der Brandschutz wurde völlig überzogen bewertet“, sagt Münkel. Die Sachverständigen seien nicht mal vor Ort gewesen, sondern hätten sich lediglich auf Pläne des Gebäudes berufen. Sie fordern für das Gebäude eine Feuerwiderstandsklasse 90. Das bedeutet, dass die Bauteile im Fall eines Brandes 90 Minuten lang standhalten müssen. Das sei bei Gebäuden der Größe und Beschaffenheit der IGS überhaupt nicht notwendig, urteilt der Experte. Stattdessen fordert er sie Stadt dazu auf, sich „über intelligente Lösungen“ Gedanken zu machen.

Substanz ist „völlig in Ordnung“

Aus Sicht von Münkel wäre das in erster Linie ein zweiter Rettungsweg. Der müsse außen am Gebäude errichtet werden – inklusive Tür, Laubengang und Rettungstreppe. Eine solche Lösung hatte auch Garbsens Ortsbrandmeister Thomas Cremer kürzlich gefordert. So könnten die Mängel beim Brandschutz relativ schnell und günstig behoben werden, sagt Diplom-Ingenieur Münkel. Die Substanz des Gebäudes sei, anders als von der Verwaltung dargestellt, „noch völlig in Ordnung“. Deshalb fordere er ein neues, neutrales Gutachten, das auch eine Sanierung als Option betrachtet – „um die Steuerzahler zu entlasten“.

In einer ersten Stellungnahme auf Münkels Aussagen verweist die Stadt Garbsen auf die bestehenden Gutachten. Aus Sicht der Verwaltung wäre nur eine „grundlegende Sanierung sinnvoll“. Und die wäre deutlich teurer als die von Münkel geschätzten 10 Millionen Euro, schreibt die Schul- und Sozialdezernentin Monika Probst.

Rat spricht am Montag über die IGS

Der Rat der Stadt Garbsen kommt am Montag, 10. Dezember, im Ratssaal des Rathauses zusammen. Ab 18.15 Uhr diskutieren die Lokalpolitiker darüber, wie es mit der IGS und der benachbarten Grundschule Garbsen-Mitte weitergeht. Außerdem geht es um die steigenden Abwassergebühren. Die gesamte Tagesordnung gibt es auf www.garbsen.de.

Von Gerko Naumann

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