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Garbsen So waren die Jazztage in der Ziegeleischeune
Umland Garbsen

Jazzclub Garbsen arrangierte Jazztage in der Ziegeleischeune mit Soul Control und Lothar Krist

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00:16 23.05.2019
Die Bläser von Soul Control sorgen für den satten Sound.
Die Bläser von Soul Control sorgen für den satten Sound. Quelle: Anke Lütjens
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Draußen blauer Himmel, drinnen Blue Notes: Der Jazzclub Garbsen hat bei den Jazztagen in der Ziegeleischeune bei Möbel Hesse mit der neunköpfigen Band Soul Control am Sonnabend sowie Lothar Krist und seinen Hot Five am Sonntag geballt gute Jazzmusik präsentiert.

Soul Control kommt sofort an

Am Sonnabendabend gingen die mehr als 100 Zuhörer bei Titeln wie „I Feel Good“ von Beginn an leidenschaftlich mit, klatschten und tanzten. „Wir kennen die Band schon aus Hannover. Sie ist großartig. Die Stimmen ergänzen sich perfekt. Das ist Musikkultur, nicht der ESC“, sagte Björn Iseke aus Neustadt. Die Soul-Control-Sänger Sonja Telgheder und Frank Katemann verfügen über kraftvolle, soulige Stimmen. Bläser und Rhythmusgruppe sorgten für satten Sound. Die Gruppe mischt erdigen Rhythm ’n’ Blues mit funkigen Grooves, Gute-Laune-Musik und tanzbaren Hits. Prädikat: erlebenswert.

Rund 200 Besucher erleben die Jazztage Garbsen am Sonnabend mit Soul Control , am Sonntag mit Lothar Krist.

Lothar Krist ehrt die Originale

Als am Sonntag zur besten Frühschoppenzeit die ersten Töne von Louis Armstrongs „On the Sunny Side of the Street“ erklangen, schien die Sonne auf Lothar Krist und seine Hot Five durch die Dachfenster. Die sechs Musiker holten die Wurzeln des Jazz aus New Orleans nach Garbsen. Mit Leichtigkeit und Leidenschaft verbreitete die Band in drei Sets das positives Lebensgefühl des „good old“ Jazz. Die Füße der rund 70 Besucher wippten, Hände klatschten, Gäste ließen sich mitreißen.

Jubel für „Bei mir bist du Shein“, fast andächtige Stille nach Sidney Bechets „Petite Fleur“ mit Krists meisterlich gespielter Klarinette. „Die spielen die Stücke, wie sie damals geschrieben und komponiert wurden; sie versuchen nicht, einen modernen Touch hineinzuinterpretieren“, sagte Karl-Friedrich Müller aus der Wedemark. Zwischen den Stücken nahm Krist das Publikum in kleinen Anekdoten mit auf eine Reise in die Anfangszeiten des Jazz. Prädikat: Vorzüglich.

Von Anke Lütjens und Ann-Christin Weber