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Garbsen Lions Club Garbsen spendiert Bücher für sieben Sprach-Kitas
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Lions Club Garbsen spendiert Bücher für sieben Sprach-Kitas

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16:30 26.11.2019
Treff zur Übergabe der Bücherkisten im Willehadi-Gemeindehaus: Harry Thiele (von links), Elisa Lehmann, Patrizia Hagen, Wencke Grisson, Irene Geßner, Jenny Mureno und Philip Bruns. Quelle: Jutta Grätz
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Auf der Horst

Diese Spende ist schon ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Der Lions Club Garbsen unterstützt die sieben Garbsener Sprach-Kitas mit je einem Karton prall gefüllt mit Büchern im Gesamtwert von 1500 Euro. Der Erlös stammt aus dem Verkauf der Sterntaler-Kalender der Organisation. Am Montag haben Philip Bruns und Harry Thiele vom Lions Club die Bücherkisten an die Expertinnen für sprachliche Bildung der jeweiligen Einrichtungen überreicht.

Sieben Einrichtungen beteiligt

Seit 2016 nehmen die Kitas Murmelstein und St. Raphael im Stadtteil Auf der Horst, die Kitas Versöhnung und St. Anna in Havelse, die Kita Schwarzer See in Garbsen-Mitte sowie die Berenbosteler Kitas des DRK und des Paritätischen an der Nelkenstraße am Bundesprogramm der Sprach-Kitas teil. In diesen Einrichtungen unterstützt je eine Fachkraft die Erzieher mit Ideen, damit alle Kinder bestmöglich sprachlich gefördert werden. Die Pädagogen sind nicht in eine bestimmte Gruppe eingebunden und geben Tipps und Methoden an die Hand, wie sich Spracherwerb im Kita-Alltag gezielt stärken lässt – ob beim Vorlesen, beim Spielen oder gemeinsamen Kochen.

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„Bücherspende ist ein Luxus“

Vom Programm der Sprach-Kitas profitieren alle Kita-Kinder, nicht nur die aus Familien mit Migrationshintergrund und mit Förderbedarf. „Denn Sprache ist der Schlüssel zu Bildung,“ sagt Fachberaterin Izabela Weleba. Sie hatte schon seit 2012 das Vorgängerprogramm in Garbsen begleitet und schult die Sprachfachkräfte. Bei regelmäßigen Treffen tauschen sich alle Akteure aus. „Wir sind sehr stark vernetzt“, sagt Weleba. „Diese Bücherspende ist für uns Luxus und ein echter Schatz“, betont Sprachfachkraft Jenny Mureno von der Kita St. Anna. In immer weniger Familien werde vorgelesen – und das quer durch alle Gesellschaftsschichten. „Viele Kinder haben gar keinen Zugang zu Bilderbüchern“, ergänzt Patrizia Hagen von der Kita Schwarzer See.

Jede der Sprachfachkräfte hat sich eine individuelle Bücherkiste zusammengestellt, mit jeweils rund 16 Exemplaren. „Die Bücher sind so vielfältig wie die Betrachter“, sagt Wencke Grisson von der Kita an der Nelkenstraße. Eines ist allen gespendeten Büchern gleich: Sie sollen die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar machen. „Kinder brauchen Bücher, in denen sie sich und ihre Erfahrungen wiederfinden“, sagt Fachberaterin Weleba, „Egal, welche Hautfarbe sie haben, wie sie wohnen oder ob sie in der üblichen Vater-Mutter-Kind-Familie leben oder mit zwei Vätern.“ „Das ist eine wichtige Investition in Bildung und für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Bruns, aktueller Präsident der Garbsener Lions.

Programm ist bis 2020 verlängert

Das Bundesprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Sprach-Kitas – weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ begann 2016 mit einem Gesamtbudget von 400 Millionen Euro. Anfang 2017 wurde es bis 2020 verlängert und noch einmal um 600 Millionen Euro aufgestockt.

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Von Jutta Grätz

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