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20:14 19.03.2015
Von Bernd Riedel
Der Sprecherrat der Bürgerinitiative gegen die ALT_091: Manfred Kammler (von links), Kirstin Stille-Witt, Andreas Bienstein, Wilfried Aick, Heide Preschke und Marion Stitz.
Der Sprecherrat der Bürgerinitiative gegen die ALT_091: Manfred Kammler (von links), Kirstin Stille-Witt, Andreas Bienstein, Wilfried Aick, Heide Preschke und Marion Stitz. Quelle: Bernd Riedel
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Garbsen

In Altgarbsen hat sich am Mittwochabend eine „Bürgerinitiative gegen die ALT_091“, wie sie sich vorläufig nennt, gegründet. Die sogenannte ALT_091 ist eine Trassenalternative, die durch Garbsen verläuft und vom Netzbetreiber Tennet vorgeschlagen wurde. „Es ist spät“, sagte Ratsherr Wilfried Aick, der zu der Gründungsversammlung eingeladen hatte, „aber nicht zu spät“.

Am selben Abend wurde ein Sprecherrat aus sechs Personen gewählt, der die nächsten Schritte planen und die Kontakte zu anderen Bürgerinitiativen, vor allem dem Zusammenschluss der bisherigen Garbsener Initiativen, herstellen wird. Diesem Sprecherrat gehören Wilfried Aick, Marion Stitz, Kirstin Stille-Witt, Manfred Kammler, Andreas Bienstein und Heide Preschke an.

Ortsbürgermeister Franz Genegel, der der Gründung beiwohnte, schlug vor, dass ein Sprecher regelmäßig in Ortsratssitzungen über die Aktivitäten berichte, „damit Ortsrat und Bürgerinitiative immer in engem Kontakt stehen“. Es werde in Altgarbsen nicht bei Null angefangen. Vom Ortsrat seien bereits Hunderte Unterschriften gesammelt und übergeben worden, sagte Genegel.

Bürgerinitiativen gegen Südlink hatten sich in Garbsen bisher in Osterwald, Frielingen und Horst gegründet. Auch wenn Netzbetreiber Tennet nun zur Nachbesserung seiner Trassenvorschläge aufgefordert worden sei, „befinden wir uns immer noch in realistischer Gefahr“, sagte Aick. Die ALT_091 berühre empfindlich das Naherholungsgebiet Blauer See und die Garbsener Schweiz, sagte Kirstin Stille-Witt. Die Diskussion unter den etwa 25 Teilnehmern der Gründungsversammlung in der Gaststätte Zur Eiche drehte sich auch um die Frage, ob der Bau der Trasse pauschal abgelehnt werden solle. „Da verheben wir uns sicher“, sagte Genegel. „Nicht die pauschale Ablehnung von Südlink, sondern nur die sogenannten Raumwiderstände und die sachlichen Argumente sind das Pfund, mit dem wir wuchern sollten“, sagte Waldemar Wachtel vom Nabu.