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Umland Garbsen Nachrichten Badplaner erleben Preisschock
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22:44 22.11.2012
Von Sven Sokoll
Soll saniert werden: der Badepark Berenbostel.
Soll saniert werden: der Badepark Berenbostel. Quelle: Holz
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Garbsen

Die Stadt muss demnach deutlich mehr Geld in die Hand nehmen als bisher geplant.

Das Büro Constrata kommt nach seinen Berechnungen auf eine Gesamtinvestition von 13,3 Millionen Euro. Dabei hatte die Stadt im Haushalt bisher nur 8,5 Millionen für die Jahre bis 2016 eingeplant. Nun beginnt das erneute Rechnen. „Das müssen wir sacken lassen“, diese erste Reaktion von Helmut Busjahn (CDU) traf wohl die allgemeine Stimmung. Dennoch zeichnete sich in den weiteren Beiträgen ab, dass die neuen Zahlen den generellen Kurs wohl nicht infrage stellen werden: „Die Grundsatzentscheidung für den Erhalt ist klar“, betonte Barbara Tingelhoff (SPD), und Erich Pohl (CDU) sagte: „Jeder von uns war sich doch eigentlich bewusst, dass es teurer werden wird.“

Die Umgestaltung des Freibads taxieren die Experten mit rund zwei Millionen Euro, das weitgehend neue Hallenbad mit 11,4 Millionen. „Im Vergleich der Varianten erfordert diese damit die höchste Investition“, sagte Sozialdezernentin Iris Metge. Bei den Betriebskosten sind die Niveaus vergleichbar. Außen sollen nach dieser Variante Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich in einem Becken vereint werden, während innen zu den bestehenden Becken noch ein Kleinkind- und ein Spaßbadbereich mit einer Rutsche kommen sollen.

Die Gutachter haben nach eigenen Angaben konservativ mit 120000 Besuchern im Jahr gerechnet und kommen so auf Erlöse von 316000 Euro. Dem stehen aber Kosten von einer guten Million gegenüber. Das ergibt unter dem Strich ein erwartetes Minus von 698000 Euro im Jahr - das ist sogar noch etwas mehr, als der Badepark im zuletzt abgerechneten Jahr 2010 als Zuschuss brauchte.