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21:09 18.03.2015
Erwelina-Medlin (links) und Kristina (beide 11) flechten bei Bäcker Raute einen Hefezopf. Der Betrieb informiert auf der Berufsfindungsmesse in der IGS über die Berufe Bäcker und Bäckereifachverkäufer.
Erwelina-Medlin (links) und Kristina (beide 11) flechten bei Bäcker Raute einen Hefezopf. Der Betrieb informiert auf der Berufsfindungsmesse in der IGS über die Berufe Bäcker und Bäckereifachverkäufer. Quelle: Anke Lütjens
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Garbsen

Viele brachten auch Auszubildende mit. Mit der Resonanz zeigte sich Berufsberater Thomas Schukowski von der Agentur für Arbeit sehr zufrieden. „Es ist sicher nicht die letzte Berufsmesse hier“, meinte er. Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Agentur, der IGS und des Jobcenters.

Praktika sind das A und O bei der Berufsorientierung. Darin sind sich Ausbilder und Mitarbeiter der Aussteller auf der Berufsfindungsmesse für Schüler ab Klasse 8 im IGS-Forum einig. „Wir bieten erst mal ein Praktikum an, damit die Bewerber entscheiden können, ob der Beruf des Garten- und Landschaftsbauers für sie infrage kommt“, sagt Rene Scherbanowitz von Kuenzlen & Samtlebe aus Osterwald.

Arbeiten bei jedem Wetter und körperliche Arbeit gehören neben Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Teamfähigkeit zu den Voraussetzungen des Gartenbauers. „Wir fördern jeden Azubi individuell“, betont Ausbilder Andreas Dewald. So habe die Firma einem Azubi bereits 1000 Euro für einen Lehrgang bezahlt, der zum Klettern auf hohe Bäume berechtigt, oder den Führerschein der Klasse BE finaniziert. Der Betrieb habe großes Interesse, auch Frauen auszubilden, sagt Dewald.

Auszubildender Tobias Struck war durch ein Praktikum zu seiner Ausbildung als Konstruktionsmechaniker bei der Firma Borges in Seelze gekommen. „Ich habe gemerkt, das ist genau mein Ding“, meint er. Zum Praktikum rät auch Mitarbeiter Oliver Bröckling. Außer auf die berufsbezogenen Fähigkeiten lege das 40 Mitarbeiter starke Unternehmen auch großen Wert auf soziale Kompetenz, Motivation und gute Umgangsformen.

„Die Messe bietet den Schülern die Möglichkeit, etwas aus erster Hand über die Berufe zu erfahren“, sagt Berufsberater Thomas Schukowski von der Agentur für Arbeit. Aufgrund der persönlichen Beratung dächten manche vielleicht über andere Berufe nach als zuvor. „Zum Beispiel über Einzelhandel, wenn sie etwas über den Verdienst erfahren.“ Darum seien Information und Praktika wesentlich für die Berufsorientierung.

In der Gastronomie wird auch abends und am Wochenende gearbeitet. „Darüber sollten sich Kandidaten klar sein“, sagte Lisa Gerlach vom Hotel Bullerdieck. Sie empfiehlt Probearbeiten. Die Bäckerei Langrehr stellt jährlich rund20 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Nicht alle können besetzt werden. „Bäcker müssen früh aufstehen“, meint Ausbilderin Marianne Stora vielsagend.