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Umland Garbsen Nachrichten Bosse-See: Anwohner haben viele Einwände
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17:08 15.10.2017
"Wir fühlen uns von der Verwaltung nicht ernst genommen": Susanne Huschner und Thorsten Becke sammeln die Einwände der Anwohner gegen die geplante Bebauung am Bosse-See. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Susanne Huschner und Thorsten Becke wollen die Einwände der Nachbarn sammeln und der Stadt anschließend gebündelt vortragen. Sie wohnen beide im sogenannten Edelsteinviertel direkt gegenüber dem geplanten Neubau und haben festgestellt, dass viele Anwohner noch gar nicht informiert sind.

"Die Gebäude sollen bis zu 19 Meter hoch werden. Auf den Zeichnungen sehen sie fast schon verniedlichend klein aus", sagt Becke. Er befürchtet, dass die mehrstöckigen Gebäude die Häuser der Nachbarn mindestens im Frühjahr und Herbst in den Schatten stellt. Die Anwohner finden, dass die Höhe reduziert werden muss - schon um sich sinnvoll ins Stadtbild anzupassen. "Wir befürchten sonst einen Wertverlust für unsere Grundstücke", sagt Becke

In mehreren Sitzungen zuständiger Gremien hatte der Garbsener Stadtbaurat Frank Hauke auf Kritik der Anwohner immer gleichlautend geantwortet. Es handele sich nicht um sechsgeschossige Bauten - wie es die Nachbarn sehen -, sondern um fünfgeschossige mit einem sogenannten niedrigeren Staffelgeschoss.

"Wir fühlen uns von der Verwaltung nicht ernst genommen", klagt Huschner. Sie betont, dass niemand in der Nachbarschaft daran interessiert sei, das Bauprojekt zu verhindern. Aber es müsse einen Kompromiss geben. "Vielleicht tun es ja auch ein oder zwei Geschosse weniger", schlägt Huschner vor. Die Anwohner seien jedenfalls gesprächsbereit und würden sich gern mit den Planern an einen Tisch setzen. Projektentwickler ist die Lenzenhof GmbH aus Isernhagen. Sie will am Bosse-See Apartments für gehobenes Wohnen erreichten.

Aus Sicht von Becke spielen außer der Höhe auch der Naturschutz eine Rolle. "Das letzte Gutachten stammt aus dem Jahr 2011 und ist veraltet", meint er. Bei seinen Spaziergängen rund um den abgesperrten See habe er Gänse, Nachtigallen und Lurche gesehen, berichtet der Naturfreund. Außerdem machen sich die Anwohner Sorgen über die steigende Verkehrsbelastung und die Parkplatzsituation an der Berenbosteler Straße. "Dort gehen täglich Hunderte Schulkinder entlang", sagt Huschner.    

Info: Huschner und Becke haben sich im Namen der Nachbarschaft die Mailadresse bossesee@gmx.de gesichert. Wer Fragen und Vorschläge hat, kann sich darüber an die Initiatoren wenden. Die Baupläne liegen noch bis Montag, 9. Oktober, im Zimmer A.3.06 des Rathauses aus - zu finden sind sie auch im Internet unter garbsen.de.

So sehen die Pläne für Apartments am Bosse-See aus. Quelle: Archiv

Von Gerko Naumann

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