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Nachrichten Einkaufszentren streiten um Verkaufsfläche
Umland Garbsen Nachrichten Einkaufszentren streiten um Verkaufsfläche
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20:42 19.11.2012
Von Markus Holz
Bürgermeister Alexander Heuer wird sich mit Unternehmer Sebastian Lüder und den Spitzen der Ratsfraktionen treffen. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Garbsen

Morgen werden Unternehmer Sebastian Lüder, Bürgermeister Alexander Heuer und die Spitzen der Ratsfraktionen konferieren. Lüder wird sein aktuelles Konzept vorstellen und erklären, dass die bisher festgelegte Verkaufsfläche für Kleidung und Schuhe nicht ausreicht. Lüder wünscht sich mehr, weil er vermutlich einen potenziellen Mieter an der Hand hat, der eine größere Fläche verlangt. Heuer und die Region Hannover haben keine Bedenken; die Politik schon.

Allen voran die Grünen. In einer Pressemitteilung warnen sie davor, Lüder mehr zuzugestehen. Dieses Mehr für Lüder könne am Ende ein Weniger für das Sonae-Center am Rathausplatz bedeuten. Sonae-Geschäftsführer Thomas Binder hat in einer Mail jedenfalls verschnupft auf Lüders Wünsche reagiert. Das Sonae-Center sei auf Druck der Region schon von 24500 auf 19600 Quadratmeter geschrumpft worden, das Sortiment Textil/Schuhe von 45 auf 36 Prozent der Fläche - das sei die Minimalquote, schreibt Binder. „Wir sind doppelt bestraft. Und jetzt soll einem Konkurrenten eine höhere Quote zugebilligt werden als vorgesehen. Wir haben höchste Bedenken“, schreibt Binder.

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Heuer will ganz offensichtlich zuerst die „Kuh“ Planetencenter vom Eis haben. Denn Lüder behält sich vor, bis zum 31. Januar von den Kaufverträgen zurückzutreten. Verweigere sich die Stadt Lüders Wunsch, drohe das Projekt „Erneuerung Planetencenter“ zu scheitern, schreibt Heuer.

Erst nach einer Einigung über den Lüder-Plan will sich Heuer mit Binder bei der Region für eine Änderung der Sortimentsgrößen im Sonae-Center einsetzen und ist optimistisch. Binder und die Grünen können diese Zuversicht nicht teilen.

„Wir wollen ein Scheitern des Planetencenters verhindern, aber nicht blind alle Planungen abnicken“, schreibt Darius Pilarski von den Grünen. Die CDU denkt ähnlich und drang gestern darauf, eine klare Stellungnahme der Region zu diesem Konflikt einzuholen.