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18:45 22.12.2015
Roman Skorupka zeigt den von ihm selbst entworfenen Amarok.
Roman Skorupka zeigt den von ihm selbst entworfenen Amarok. Quelle: Flicke
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Garbsen

Skorupka war bereits zuvor auf Landesebene geehrt worden, nun erhielt er die Auszeichnung vom Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz, Heiko Maas. 320.000 IHK-Auszubildende hatten insgesamt teilgenommen, Skorupka hat mit sehr guten Ergebnissen in seinem Bereich überzeugt. „Ich habe es erst nicht realisiert“, sagt der gebürtige Altgarbsener. „Ich war total baff, als ich die Einladung nach Berlin erhielt.“

Für den 24-Jährigen eine Ehre und ein Motivationsschub zugleich. Schon früh wusste Skorupka, dass er einen technischen Beruf ausüben wollte. Weil er eine Leidenschaft für Autos hat und das Werk gleich um die Ecke lag, fing er nach seinem Abitur an der IGS Garbsen und seinem einjährigen Bundeswehrdienst bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken an.

Doch er möchte weiter vorankommen: Noch acht Monate will er in seinem Job arbeiten, dann will er sich für ein Studium an der Leibniz-Universität Hannover freistellen lassen. Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau schweben ihm vor, genau wisse er es noch nicht. „Ich freue mich bereits riesig auf mein Studium. Ich möchte mich fordern“, sagt er. Im Anschluss will er allerdings zu VW zurückkehren. „Es gibt so viele technische Bereiche, die mich bei Volkswagen interessieren, ich bin gespannt, in welchem ich arbeiten werde. Auf jeden Fall möchte ich in Zukunft auch gerne mehr Verantwortung übernehmen.“

Skorupka ist ehrgeizig und liebt die Herausforderung. In seiner Freizeit betreibt er Kickboxen, tritt sogar bei Wettkämpfen an, er fährt 24-Stunden-Rennen mit dem Mountainbike und arbeitet als Crossfit-Trainer bei Fitness Future. Ein streng getaktetes Programm. „Beim Sport bekomme ich den Kopf frei und übe meine Motorik“, sagte er. „Es ist ein guter Ausgleich zum Job.“

Seinen größten Stolz fuhr Skorupka allerdings am Montag im Stöckener Werk vor: einen schwarzen VW Amarok, verziert mit einem weißen Logo vom Heavy-Metal-Festival Wacken 2015. Gemeinsam mit vier Auszubildenden und einem Ausbilder hat er ihn gebaut. „Wir haben uns das Design überlegt. Ich habe den Wagen dann mit umgesetzt. Das war eine super Erfahrung.“ Rund acht Monate hat der damalige Auszubildende daran gearbeitet. Beim Wacken-Festival 2015 wurde der Wagen schließlich der Öffentlichkeit gezeigt. Genau das reizt den Altgarbsener an seinem Beruf. „Ich stelle etwas her und kann es im Nachhinein begutachten wie beim Amarok. Das ist ein tolles Gefühl“, sagt Skorupka stolz.

Von Carmen Flicke

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