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Nachrichten Fahnder finden statt Waffe viel Marihuana
Umland Garbsen Nachrichten Fahnder finden statt Waffe viel Marihuana
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10:12 10.05.2015
Wegen Drogenbesitzes ist ein 29-jähriger Garbsener vor dem Neustädter Schöffengericht zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten verurteilt worden. Quelle: dpa
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Garbsen

Zusätzlich muss der Angeklagte einen Geldbetrag in Höhe von 1200 Euro an den Verein der Freunde der Naturerlebniswiese Osterwald bezahlen. Das Urteil wurde noch im Gerichtssaal rechtskräftig. Der Angeklagte war geständig.

Ursprünglich hatten die Fahnder bei dem 29-Jährigen nach einer Waffe gesucht. Er schilderte vor Gericht, dass Anfang März 2014 in seiner Osterwalder Wohnung überraschend die Polizei vor seiner Tür stand, um aufgrund eines anonymen Hinweises aus dem Kreis seiner Arbeitskollegen nach dem Verbleib einer unerlaubten Schusswaffe zu suchen. Tatsächlich aber wurden die Beamten in anderer Weise fündig: Sie stellten 57,35 Gramm Marihuana in einem Plastikbeutel verpackt in seinem Rucksack sicher.

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Die Drogen habe er Anfang Februar 2014 von einem ihm unbekannten Dealer in Hannover im Welfengarten für 700 Euro gekauft. Mit dem Stoff habe er seine damals bereits langjährige bestehende Sucht befriedigen wollen. Indes waren alle Prozessbeteiligten erstaunt, als der Verteidiger Wolfgang Lustig ein Attest vorlegte, wonach der Angeklagte aus eigener Kraft inzwischen clean ist, um wieder einen Führerschein und damit einen sicheren Job bei einem Autozulieferer zu bekommen. „Das ist einerseits eine große Leistung“, lobte der Vorsitzende Richter Hartmut Pinkenburg. Die Menge der Marihuana-Blüten sei laut Gutachten des Landeskriminalamtes jedoch beachtlich. Sie hätte für 646 Konsumeinheiten ausgereicht. Deshalb die Freiheitsstrafe.

Von Edeltraud Helms