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Umland Garbsen Nachrichten Flüchtlinge wollen nicht in Notunterkunft
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00:16 20.12.2015
Von Bernd Riedel
Bei der Erstbesichtigung am 8. Dezember sah die Notunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße noch so aus.
Bei der Erstbesichtigung am 8. Dezember sah die Notunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße noch so aus. Quelle: Carmen Flicke
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Garbsen

Das teilte Stadtsprecherin Jutta Grätz Donnerstagabend mit. Die Asylbewerber hatten sich bei städtischen Mitarbeitern über die Art der Unterbringung in der Notunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße beschwert. In der Aufnahmeeinrichtung in Dannenberg sei ihnen die Unterbringung in Wohnungen in Aussicht gestellt worden. Zudem biete die Notunterkunft wenig Privatsphäre. Außerdem bemängelten die Asylbewerber, dass schon frühmorgens Baulärm in der Einrichtung zu hören gewesen sei.

Eine weitere Gruppe syrischer Flüchtlinge, die im Lauf des Tages aus Dannenberg eintraf, weigerte sich anfangs auch, in die Notunterkunft zu ziehen. Sie äußerten ihren Unmut darüber, dass sie noch keinen Anhörungstermin und keinen Asylbescheid hätten. „Die Notunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße ist mit der üblichen Grundausstattung versehen und wurde innerhalb kürzester Zeit eingerichtet“, sagte Sozialdezernentin Iris Metge. „Dabei wurde die Halle in Räume aufgeteilt, um Privatsphäre zu bieten.“ Die Stadt habe derzeit keine andere Möglichkeit der Unterbringung. „Nur mit diesem Objekt ist es uns gelungen, die Aufnahmeerwartung bis Ende des Jahres zu erfüllen“, sagte Metge.

Das Unternehmen, dem die Liegenschaft gehört, habe bereits begonnen, das Objekt für eine längerfristige Unterbringung in Wohneinheiten auszubauen. Baulärm habe es erst ab 9 Uhr gegeben, sagte Metge nach einem Gespräch mit dem Architekten, der den Umbau begleitet. Die Betonschlitzarbeiten seien Teil der Umbaumaßnahmen im hinteren Bereich der Einrichtung und werden in Kürze beendet sein.

Die Asylbewerber seien von der Stadt ordentlich empfangen worden. Ein Dolmetscher habe bereitgestanden. „Wir haben für alle hier ankommenden Menschen die Leistungsanträge bearbeitet, sie mit Geld und einem Krankenschein ausgestattet“, sagte die städtische Flüchtlingskoordinatorin Yesim Celik. Dies entspreche dem üblichen Verfahren.

Susanne Harmening 17.12.2015
Bernd Riedel 17.12.2015
Bernd Riedel 17.12.2015