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Umland Garbsen Nachrichten Amseln nisten in der Deko eines Blumenladens
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00:23 18.05.2018
"Ich finde es sensationell, dass wir so nah an den Tieren dran sind": Inhaberin Sandra Whiting kümmert sich liebevoll um die Amseln. Quelle: Gerko Naumann
Berenbostel

 Sandra Whiting hat die Amsel schon von Weitem entdeckt. „Da kommt Pepe. Er macht immer viel Getöse, bevor er den Laden betritt. Wie Männer halt so sind“, sagt sie lächelnd – und behält Recht. Das Tier plustert sich auf und zwitschert munter drauf los. Dann fliegt der Vogel mit einem Wurm im Schnabel in das Geschäft und verkriecht sich im Korb eines Fahrrads, das als Dekoration zwischen Blumen und Geschenkartikeln hängt.

In der Dekoration eines Blumenladens in Berenbostel hat ein Amselpaar sein Nest gebaut. Ein Junges hat überlebt und wird täglich größer. 

An diesem ungewöhnlichen Ort haben sich Pepe und sein Weibchen – von den Inhaberinnen liebevoll „Paula“ getauft – ihr Nest gebaut. Sie sind die Attraktion des Geschäfts AlexSandra an der Hermann-Löns-Straße in Berenbostel. Schon vor einigen Wochen hat das Weibchen den Laden erstmals ausgekundschaftet, erinnert sich Whiting. „Erst hat sie angefangen, das Nest in einem Blumentopf zu errichten.“ Nachdem sie den Laden mit ihrer Kollegin Aleksandra Helminski umdekoriert hatte, hielten die Vögel das Fahrrad aber offenbar für den besseren Nistplatz.

Inhaberinnen legen Mehlwürmer bereit

Trotz einiger Hinterlassenschaften auf dem Fußboden und einiger stibitzter Materialien für den Nestbau sind die Tiere im Laden willkommen. Whiting bietet ihnen sogar eine Art Vollpension. „Wir versorgen die Amseln mit Rosinen, Mehlwürmern und Sonnenblumenkernen“, berichtet sie. Und auch an die Zeit nach Feierabend haben die Inhaberinnen gedacht: Sie lassen eine Luke über der Tür auf, durch die Paula und Pepe zur Futtersuche ins Freie flattern können.

Ein Junges hat im Nest überlebt

Die Mühe hat sich offenbar ausgezahlt. Paula hat in dem Nest im Fahrradkorb vier Eier gelegt, aus zwei davon sind Junge geschlüpft. Überlebt hat immerhin eins von ihnen. An dessen Entwicklung nehmen die Kunden mit großer Freude Anteil, sagt Whiting: „Ich finde es sensationell, dass wir so nah an den Tieren dran sind.“ Die lassen sich von dem Trubel um sie herum überhaupt nicht stören, versichert Whiting. Nur Pepe lässt mit ordentlich Gezwitscher ab und zu keine Zweifel daran, dass er der Herr im Haus ist.

Das Jungtier ist schon kräftig gewachsen – ist aber noch etwas schüchtern. Quelle: Gerko Naumann

Wir suchen einen Namen für den Nachwuchs

Die junge Amsel braucht noch einen Namen. Den suchen Aleksandra Helminski und Sandra Whiting gemeinsam mit den Lesern von HAZ und NP. Da das Geschlecht des Tieres noch unklar ist, nehmen wir Vorschläge für Männchen und Weibchen entgegen. Wer eine Idee hat, kann gern eine E-Mail an garbsen@haz.de schicken oder sie unter unseren Post bei Facebook auf facebook.de/HAZGarbsen schreiben.

Von Gerko Naumann

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