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Nachrichten Städtepartnerschaft mit türkischer Kommune?
Umland Garbsen Nachrichten Städtepartnerschaft mit türkischer Kommune?
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17:08 06.01.2014
Von Sven Sokoll
Der türkische Generalkonsul Mehmet Günay schreibt sich in das goldene Buch der Stadt Garbsen ein, Bürgermeister Alexander Heuer sieht ihm zu.
Der türkische Generalkonsul Mehmet Günay schreibt sich in das goldene Buch der Stadt Garbsen ein, Bürgermeister Alexander Heuer sieht ihm zu. Quelle: Sven Sokoll
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Garbsen

„Ich bin schon fast Garbsener Ehrenbürger“, hat Mehmet Günay gestern gewitzelt. Er hat sein erstes Jahr als Generalkonsul in Hannover noch nicht vollendet, aber pflegt schon rege Kontakte zu unterschiedlichen Gruppen und Institutionen in Garbsen. Er besucht es nach eigenen Angaben häufig und gern.

Die Stadt hat Günay am Montag zwar noch nicht wirklich zum Ehrenbürger gemacht, aber ihm zumindest einen ersten Schritt dahin angeboten: Er trug sich bei seinem Antrittsbesuch im Rathaus in das goldene Buch Garbsens ein. In gelöster Stimmung gab es dann auch gegenseitige Versprechen zu einer engen Zusammenarbeit.

So setzt Günay sich für eine Städtepartnerschaft Garbsens mit einer türkischen Stadt ein. „Das kann ein gute Basis für gemeinsame Projekte sein“, sagte er und nannte einen Schüleraustausch und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen und Wissenschaftlern als mögliche Komponenten. Auch Bürgermeister Alexander Heuer zeigte sich sehr offen für diese Idee, die auch der neu gegründete Partnerschaftsverein schon als eines seiner Ziele auf der Agenda hat. Vorschläge für konkrete Städte könnten nach Heuers Vorstellung aus der großen türkischstämmigen Gemeinschaft unter den Garbsenern kommen.

Der Vertreter der Republik Türkei sieht auch in Garbsen viele Vorbilder für eine gelungene Integration der Generationen nach der Zuwanderung. Er will aber dafür werben, dass seine hiesigen Landsleute sich zum Beispiel auch in Polizei und Feuerwehr noch stärker einbringen - da sieht Heuer noch Nachholbedarf. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Mustafa Erkan (SPD) aus Neustadt hatte Günay zuvor auch die Polizeiinspektion besucht.