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Umland Garbsen Nachrichten Garbsener Bürgermeister sucht Hilfe des Moscheevereins
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09:45 21.05.2013
Von Sven Sokoll
Der Vorsitzende des Moscheevereins, Raif Serin (rechts), dankt Bürgermeister Alexander Heuer (links) für den Besuch, im Hintergrund von links die Vorstandsmitglieder Osman Emrem und Zafer Yildiz. Quelle: Sven Sokoll
Garbsen

Nach Vorkommnissen wie der Unruhe am Sperberhorst haben Bürgermeister Alexander Heuer und Polizeichef Ulrich Knappe Appelle an den Moscheeverein gerichtet.

Beide waren gestern zu Gast bei einem Fest am Gemeindezentrum an der Bachstraße. „Wenige machen uns großen Kummer“, beschrieb Heuer die Lage in den Brennpunkten, vor allem junge Migranten zählen dazu. „Wir sollten gemeinsam überlegen, was wir tun können, um an die Leute heranzukommen“, rief er den Verantwortlichen der Gemeinde zu. Knappe zeigte sich zuversichtlich, dass ein solches Miteinander klappt. „Wir haben uns verständigt, dass wir alle Wege dafür nutzen wollen“, sagte er bei seinem ersten Besuch der Moschee. Die Polizei versucht aber auch selbst mehr Zuwanderer in ihre Reihen aufzunehmen und war gestern mit einem Stand für Nachwuchswerbung präsent.

Als Fortschritt bezeichnete Heuer das neue Angebot für Frauen, in der Osterberg-Grundschule unter sich schwimmen gehen zu können. Mehr als 60 Anmeldungen liegen dafür schon vor.

Ein Paradebeispiel von Integration schilderte Mustafa Yalcinkaya, dessen Vater die Moschee an der Bachstraße einst mit aufgebaut hat. Heute ist er der erste türkischstämmige Schulleiter in Niedersachsen und wirkt seit zwei Jahren an der Hauptschule Nikolaus Kopernikus. Er beschrieb den Kompromiss, den jemand finden kann, der halb Deutscher, halb Türke ist: „Ich bin einfach stolz, Garbsener zu sein“, sagte der Pädagoge.

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