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Umland Garbsen Nachrichten Fußball schafft eine neue Wirklichkeit
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06:04 10.07.2014
Von Markus Holz
Handschlag auf die Fairness (von links): Ulrich Knappe, Bilal Sado, Boris Pistorius, Bibiana Steinhaus, Volker Kluwe und Florian Arend freuen sich über ein gelungenes Match.
Handschlag auf die Fairness (von links): Ulrich Knappe, Bilal Sado, Boris Pistorius, Bibiana Steinhaus, Volker Kluwe und Florian Arend freuen sich über ein gelungenes Match. Quelle: Mirko Bartels
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Garbsen

Feysi Esef steht an der Linie unter Dampf wie eine Rakete. „Mitlaufen! Guck mal hinter dich! Mach’s allein - schieß!“, ruft er aufgeregt. Die Stimme des TuS-Trainers ist die lauteste auf dem Sportzplatz. Esef, Jugendsozialarbeiter der Stadt und erste Kontaktperson für die Kicker vom Projekt X, hat seine Jungs auf Strategie und Fairness getrimmt.

Mit Erfolg: Das Führungstor fiel vor den Augen von Innenminister Boris Pistorius kurz vor dem Pausenpfiff. So hatten sie es sich gewünscht, vor vielen Monaten schon. Fifa-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, seit zwei Monaten im Garbsener Polizeidienst, hatte die Partie im Griff. Nach jedem Foul gab es ein Händeschütteln. Am Ende stand ein Sieg für die Schwarz-Roten von Trainer Guido Parbs.

Parbs ist einer der Beamten, die sich 2012 und 2013 auf der Horst Streifennächte um die Ohren schlugen. „Wenn das hier die neue Entwicklung ist, macht Polizei alles mit“, sagte Inspektionsleiter Ulrich Knappe. Pistorius, Polizeipräsident Volker Kluwe, Knappe und Bürgermeister Alexander Heuer verfolgten die Partie vor zeitweise 100 Zuschauern mit Zufriedenheit und Anerkennung für das X-Team. „Es geht hier nur um Fußball. Probleme zwischen Polizei und Jugendlichen gibt es überall. Diese Begegnung ist ein Modell“, meinte Projekt-X-Chef Detlef Beaury.

Bettina Francke 12.07.2014
09.07.2014