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Nachrichten Gartenlaube durch Feuer zerstört
Umland Garbsen Nachrichten Gartenlaube durch Feuer zerstört
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16:57 10.03.2014
Einsatzkräfte der Feuerwehr beim Löschen der Brandnester. Quelle: Ortsfeuerwehr Garbsen
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Garbsen

Müllcontainer, eine Hecke, eine Gartenlaube – es brennt wieder in Garbsen, kaum dass die Nachttemperaturen über Null Grad liegen und die Nächte kürzer werden. In Altgarbsen ist das Vereinsheim des TuS vor dem Abbrennen gerettet worden. In Garbsen-Mitte zerstörte ein Feuer eine Laube. In allen Fällen gehen Polizei und Feuerwehr von Brandstiftung aus.

Eine Gartenlaube ist in der Kleingartenkolonie „Im Moore“ durch ein Feuer zerstört worden, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Ein Passant hatte gegen 6.40 Uhr starken Rauch gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte eine hölzerne Pergola hinter einer Gartenlaube. Außerdem hatte der Brand schon auf den Dachstuhl der Laube übergegriffen und schlug kurze Zeit später Flammen aus dem Dachfirst.

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Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, eine Ausdehnung auf den kompletten Dachstuhl konnte nicht mehr verhindert werden. Um an die letzten Brandnester zu gelangen, mussten großflächig Dachpfannen entfernt werden. Gegen 7.45 Uhr konnten die Kräfte mit den Nachlöscharbeiten beginnen. Gegen 9 Uhr war das Feuer komplett gelöscht.

Es wurde niemand verletzt. Nach einer Untersuchung der in Brand geratenen Gartenlaube gehen die Beamten des Zentralen Kriminaldienstes von einer vorsätzlichen Tat aus und schätzen den entstandenen Schaden auf etwa 15.000 Euro. Die Ortsfeuerwehr Garbsen war insgesamt mit fünf Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort.

Bereits gegen 3.30 Uhr war die Ortsfeuerwehr in den Stadtteil Havelse ausgerückt. Dort brannten auf einer Baustelle in der Straße Im alten Dorfe eine Miettoilette sowie ein Stromverteilerkasten. Bei diesem ersten Brand vermutet die Feuerwehr Brandstiftung.

In der Nacht zu Sonnabend hatten Garbsens und Berenbostels Feuerwehr vier drei Container- und einen Heckenbrand zu löschen. Begonnen hatte die Serie am Freitag gegen 22.30 Uhr in Berenbostel mit Containerbränden an der Straße Am Hechtkamp.

Gegen 0.20 Uhr alarmierte die Leitstelle die Garbsener Einheiten, weil auf der Sportanlage des TuS am Kochslandweg Flammen gesehen worden waren. Ein Altpapiercontainer am TuS-Heim war bereits verbrannt, als die Feuerwehr eintraf. Eine Leuchtreklame an der Hauswand war geschmolzen. Hätte das Feuer eine größere Hitze entwickelt, wäre der Brand auf den Dachstuhl des Klubheims übergegriffen. So aber blieb das Gebäude unbeschädigt.

Von diesem Einsatz musste die Besatzung eines Tanklöschwagens abgezogen werden, weil am Saturnring im Stadtteil Auf der Horst mehrere Müllcontainer und am Planetenring eine Hecke in Flammen standen.

jos/lz

Kommentar von Markus Holz

Glaubwürdigkeit brennt

Noch so ein Sommer wie 2013? Angst, Wut, auch Ohnmacht werden wieder spürbar – wie 2013. Wenn nicht jetzt alle Drähte glühen, wann dann? Alle Institutionen haben im Vorjahr ihre Erfahrungen mit den Brandserien gesammelt, haben reagiert und Konzepte umgesetzt. Das ist jetzt die Nagelprobe.
Niemand würde dem Bürgermeister jetzt noch Aktionismus unterstellen. 2013 hatte er das noch befürchtet und zu Gründlichkeit gemahnt. Jetzt müssen Ergebnisse her. Denn wenn die Serien nicht enden, verbrennt die Glaubwürdigkeit der verantwortlichen Akteure vollends.

Sven Sokoll 10.03.2014
Markus Holz 07.03.2014
Tobias Morchner 10.03.2014