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Umland Garbsen Nachrichten Stadt weitet Sanierungsgebiet Kronsberg aus
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00:15 09.08.2017
Lückenschluss geplant: In Höhe  Slevogtweg/Osterwalder Straße könnte eine Grünachse verlaufen, die das Quartier Kronsberg mit dem westlichen Teil Berenbostels verbinden würde. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

Ein Grünzug soll eine direkte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer vom Quartier Berenbostel-Kronsberg bis zum Schulzentrum III im Westen Berenbostels schaffen und damit eine Lücke vom Franziskusweg bis zum Rudolf-Harbig-Weg schließen, sagt Over. Geplant ist auch ein Spielplatz mit einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern in der Nähe der Osterwalder Straße.

Um diese Gebietserweiterung zu realisieren, plant die Stadt, private Flächen zu erwerben. Ein Grundstück an der Osterwalder Straße habe dafür eine Schlüsselfunktion, sagt Over. Die Fläche sei seit 1982 im Bebauungsplan als Spielplatz eingetragen. Der Eigentümer habe jetzt Verkaufsbereitschaft signalisiert, ein Verkehrswertgutachten für das Grundstück sei in Arbeit.

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Die Stadt verbindet mit den Plänen Stadtteilziele mit gesamtstädtischen - wie das einer kinderfreundlichen Stadt und die Weiterentwicklung von vernetzten und barrierfreien Grünflächen sowie Erholungs- und Straßenräumen. Das Quartier öffne sich zum übrigen Stadtteil und der übrigen Stadt, der Westen Berenbostels zum Quartier, heißt es in der Beschlussvorlage, die am 15. August zunächst im Ortsrat und dann von den weiteren Gremien beraten wird. Besonders für die jüngeren Kinder sei der Schulweg mit Gefahren verbunden, da dieser zum Teil entlang stark befahrener Straßen führt.

Die geplante grüne Achse erleichtere insbesondere Kindern aus dem Quartier den Weg zum Schulzentrum. Der Überweg soll gesichert werden mit einer Ampel oder einer anderen Art gesicherten Übergangs. Der Grünzug könnte darüber hinaus das Schulzentrum, den geplanten Stadtteilpark und die benachbarten Sportflächen über den Franziskusweg mit dem Festplatz im Osten Berenbostel und der dahinter liegenden Landschaft Richtung Stelingen verbinden.

"Im Sanierungsgebiet wie auch im westlich angrenzenden Teil Berenbostels gibt es zudem erhebliche Defizite in der Versorgung mit Spielplätzen", schreibt die Verwaltung. Bedarf sei insbesondere für Spielflächen für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Von einem neuen Spielplatz an der Osterwalder Straße könnten Kinder beider angrenzenden Bereiche profitieren. Der Grünzug erleichtere auch auch das Pendeln zwischen beiden Gebieten.

Die geplanten Kosten der Gebietserweiterung belaufen sich auf rund 935.000 Euro: für den Grundstückskauf, die Gestaltung der Wege- und Grünverbindung sowie die Gestaltung des Spielplatzes. Bei der geplanten Gebietserweiterung würden auf die Stadt weitere Kosten von rund 311.000 Euro entfallen. Bisher lag ihr Anteil bei 400.000 Euro. Sobald der Rat dem Vorschlag zustimmt, sollen Gespräche der Stadt mit dem Sozialministerium erfolgen, um den Kostenrahmen für das Programm Soziale Stadt Berenbostel-Kronsberg zu erhöhen.

Kronsberg in Zahlen

Im Quartier Berenbostel-Kronsberg leben aktuell rund 2700 Menschen, darunter etwa 1750 mit Migrationshintergrund. 637 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wohnen im Sanierungsgebiet, ihr Anteil ist mit 24 Prozent im Vergleich zu anderen Stadtteilen hoch.

Das Programm Soziale Stadt wird gefördert von Stadt, Land und Bund, die je ein Drittel der Kosten tragen. Das bisher gesamte geplante Investitionsvolumen für das Quartier Berenbostel-Kronsberg für die Jahre 2014 bis 2017 liegt bei rund 1,2 Millionen Euro, die Stadt trägt davon bisher rund 400.000 Euro. Die Gesamtsanierung ist mit 9,9 Millionen Euro angesetzt.

Von Jutta Grätz