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Nachrichten Handel nimmt Fairtradeprodukte auf
Umland Garbsen Nachrichten Handel nimmt Fairtradeprodukte auf
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21:47 25.07.2013
Von Markus Holz
Fairtradewaren sind in den Regalen am grün-schwarz-blauen Zeichen zu erkennen.
Fairtradewaren sind in den Regalen am grün-schwarz-blauen Zeichen zu erkennen. Quelle: Markus Holz
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Garbsen

Elf Gastronomen und Geschäftsleute verwenden Fairtrade-Produkte, zwölf Einzelhändler und Ketten verkaufen Waren mit dem grün-schwarz-blauen Fairtrade-Siegel. Immer mehr öffentliche Institutionen wie Kirchengemeinden und Schulen decken sich mit Artikeln dieser Art ein. Für den Herbst sind mehrere öffentliche Veranstaltungen geplant.

Die Stadt will sich ab Herbst Fairtrade-Town nennen dürfen. Dafür muss sie nachweisen, dass sie alle Kriterien für dieses Siegel erfüllt. Sie hat Handel und Gastronomie ins Boot geholt, eine Steuerungsgruppe gegründet, den Rat über diesen Weg entscheiden lassen und ihre Aktionen veröffentlicht. „Alle Nachweise sind erbracht, wir rechnen mit dem Siegel im Herbst“, sagte Koordinatorin Anett Schweizer von der Stadt gestern in einer Zwischenbilanz.

Entscheidend sind die Kunden. Kaufen sie? Peter Kalkofen hat im Edeka Berenbostel das bisher größte Sortiment platziert und macht mit Fairtrade-Waren 1,2 Prozent seines Umsatzes. „Wir haben das Sortiment von 60 auf 150 Artikel erweitert. Seitdem die Stadt die Kampagne betreibt und bewirbt, zieht der Umsatz an“, sagte Kalkofen. Weitere Händler sind Aldi, Lidl, Netto, Jibi, Real und Penny sowie Rossmann, Adler und das Reformhaus im Plaza.

Käufer sind die Bio-Kunden, sagt Kalkofen, „also Leute, die hinterfragen, woher ihre Lebensmittel kommen und denen klar ist, dass die Kaffeepflücker bei 2,80 Euro für ein Pfund keinen gerechten Lohn erhalten können.“ Diese Kundschaft sei bereit, bis zu 25 Prozent mehr auszugeben für ein Fairtrade-Produkt.

Aufschläge für Soziales

Bei der Fairtrade-Idee geht es um verantwortliches Konsumverhalten, nicht nur mit Blick auf die eigene Gesundheit, sondern auch auf soziale Gerechtigkeit. Preisaufschläge fließen in Schulen, Löhne und Firmengründungen. Für das Siegel ist der Verein TransFair zuständig. Mehr dazu auf fairtrade-deutschland.de und garbsen.de.

Markus Holz 25.07.2013
25.07.2013
Markus Holz 24.07.2013