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Nachrichten Humanisten legen Bebauungsplan für Ruhewald vor
Umland Garbsen Nachrichten Humanisten legen Bebauungsplan für Ruhewald vor
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15:34 29.01.2018
In der Verlängerung des städtischen Friedhofs am Lönsweg in Schloß Ricklingen wollen die Humanisten den Waldfriedhof eröffnen.
In der Verlängerung des städtischen Friedhofs am Lönsweg in Schloß Ricklingen wollen die Humanisten den Waldfriedhof eröffnen. Quelle: Bernd Riedel (Archiv)
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Schloß Ricklingen

 Wenn es um den Ruhewald geht, den die Garbsener Humanisten in Verlängerung des Waldfriedhofs Schloß Ricklingen errichten wollen, ist Geduld gefragt. „So langsam geht es aber voran“, sagt der Vorsitzende Karl-Otto Eckartsberg. Gemeinsam mit einem Planungsbüro aus Hannover haben die Mitglieder für das knapp 7100 Quadratmeter große Areal einen Bebauungsplan erarbeitet, der nun der Stadtverwaltung vorliegt. Sie wird den Plan Experten zeigen, die ihn auf Themen wie Naturschutz, Gewässerschutz und Bodenbelastung hin abklopfen.

Öffentlich einsehbar

Können alle Bedenken ausgeräumt werden und verstößt das Konzept für den Ruhewald nicht gegen Vorschriften, wandert es zum ersten Mal über den Ortsrat und weitere Ausschüsse in den Rat. „Die Verwaltung legt den Ratsmitgliedern einen Beschlussvorschlag dafür vor, dass der Bebauungsplan für zwei Wochen öffentlich im Rathaus ausgelegt wird“, sagt Eckartsberg. Im Anschluss bewerten Beratungsbüro und Stadtverwaltung gemeinsam die Einwände der Bürger und arbeiten sie in den Bebauungsplan ein. „Erst dann kann der Rat den Ruhewald tatsächlich beschließen“, so Eckartsberg – ab diesem Zeitpunkt gilt auch der Kaufvertrag für das Areal.

Knapp 70 neue Bäume

Noch hofft er, dass Ende des Sommers mit den Arbeiten begonnen werden kann. Denn bis auf der Fläche knapp 2000 Bestattungsplätze entstehen können, müssen Waldarbeiter einige abgeknickte Bäume entfernen und Teile des Geländes aufforsten. „Sobald der Kaufvertrag gültig ist, beginnt die eigentliche Arbeit“, sagt Eckartsberg. Zusätzlich zu den alten Bäumen, die stehen bleiben können, wollen die Humanisten 60 bis 70 neue Laubbäume pflanzen. Um sie herum werden jeweils 12 Urnengräber angeordnet. Zudem entsteht ein Andachtsplatz mit einem Baumkronendach.

Mit dem Ruhewald wollen die Humanisten einen Platz für eine naturnahe Trauer- und Bestattungskultur schaffen. 213 Interessenten hätten sich bereits gemeldet, sagt Eckartsberg.

Von Linda Tonn