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Nachrichten IGS-Schüler befassen sich mit dem Thema Gewalt
Umland Garbsen Nachrichten IGS-Schüler befassen sich mit dem Thema Gewalt
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00:27 30.04.2018
Louisa (von links, 11), Jolina und Emilia (beide 12) schauen, was sich hinter den Klappen verbirgt. Quelle: Anke Lütjens
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Garbsen-Mitte

 Wo fängt Gewalt an, wo hört sie auf? Und was kann man dagegen tun? Mit Fragen wie diesen haben sich Schüler der fünften bis achten Klassen der IGS Garbsen in den vergangenen vier Wochen beschäftigt. Orientierung und Information leistete dazu die Ausstellung „Echt fair“ – eine interaktive Ausstellung für Kinder und Jugendliche zur Gewaltprävention der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen. Alexander von der Heydt, Mitglied des Präventionsrates und Mitarbeiter der Abteilung für Jugend und Integration der Stadt, hat sie nach Garbsen geholt. Die Kosten trägt der Präventionsrat Garbsen. Die Schüler können die Ausstellung noch bis Montag, 7. Mai, in der IGS anschauen.

Schüler aus den fünften bis achten Klassen der IGS Garbsen haben sich mit Gewaltprävention beschäftigt. Dazu hat die Ausstellung „Echt fair!“ an der Schule Station gemacht.

Ausstellung dient der Gewaltprävention

An den sechs Stationen konnten die Schüler an zahlreichen Lernfeldern spielerisch trainieren, wie Kinder und Jugendliche Gewalt an Schulen oder zuhause erkennen, verhindern und Hilfe holen können. Die Ausstellung enthält unter anderem Klappen, die sich öffnen lassen, Hörstationen, Schiebetafeln, einen Computerbildschirm und Spiegel, vor denen die Schüler sich nach Regieanweisungen als Schauspieler ausprobieren dürfen. Mit Buttons können sie markieren, was für sie Gewalt ist und, wie sie sich ihr Leben in zehn Jahren vorstellen. Auf einem Blatt mussten die Schüler Fragen beantworten und eine Karte ausfüllen. Die Ergebnisse werden später ausgewertet.

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Kinder haben Recht auf gewaltfreie Erziehung

Ziel der Schau ist, bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sie ein Recht auf gewaltfreie Erziehung und auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit haben. Die meisten Schüler seien entspannt bei dem Thema, berichtet Lehrer Heiko Passauer. „Nur einer hat zurückgeschreckt, das werden wir beobachten“, sagte er. Nach Aussage von Schulleiter Andreas Hadaschik ist der Anteil von Schülern mit Gewalterfahrung an der IGS verschwindend gering.

Von Anke Lütjens