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Umland Garbsen Nachrichten Wird genug für die Integration von Flüchtlingen getan?
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17:15 01.09.2016
Was kann noch getan werden in Garbsen für die Integration von Flüchtlingen? Quelle: Stadt Garbsen
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Garbsen

Hartmut Büttner, CDU: "Nur wenige Städte in Niedersachsen haben sich so rechtzeitig, nachhaltig und abgestimmt mit Initiativen aus der Bürgerschaft für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen eingesetzt wie Garbsen. Unter Stabführung der Stadt kam es zur Bildung eines erfolgreichen Netzwerkes mit einem tollen Engagement von vielen Ehrenamtlichen. Die meisten Flüchtlinge sind in Wohnungen untergekommen. Beim Bau von Sammelunterkünften wurde ein Konzept der Nachnutzung vorangestellt."

Karsten Vogel, SPD: "Garbsen hat es mit der Unterbringung der meisten Flüchtlinge in freistehenden Wohnungen im Stadtgebiet geschafft, dass die neuen Einwohner in direkten Kontakt mit den Nachbarn gekommen sind. Nach der Fertigstellung der Unterkunft Flemmingstraße konnte auch die einzige belegte Turnhalle geräumt werden. Entscheidend ist weiter das ehrenamtliche Engagement der Integrationslotsen. Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, die Integration, die erst beginnt, voranzutreiben."

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Ajub Ghane, FDP: "Die Integration der Flüchtlinge ist Herausforderung und Chance zugleich. Es bedarf einer Integrationspolitik nach dem Grundsatz Fördern und Fordern. In Garbsen werden von verschiedenen Institutionen finanziell geförderte Sprach- und Integrationskurse für kleine Gruppen verpflichtend angeboten. Die Flüchtlinge besuchen diese Kurse allerdings oft nur die ersten zwei, drei Male und kommen dann nicht wieder. Hier muss nachgesteuert werden."

Djenabou Diallo-Hartmann, Bündnis90/Die Grünen: "Neben angemessener Versorgung möchten wir den Spracherwerb, den Zugang zur Bildung und zum Arbeitsmarkt fördern. Auch müssen ehrenamtliche Helfer weiter unterstützt werden, da Integration und Teilhabe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die ohne großes Engagement nicht zu schaffen ist. Politik und Zivilgesellschaft müssen Hand in Hand gehen. Rechten Menschenfeinden ist eine klare Absage zu erteilen."

Günther Petrak, Die Unabhängigen: "Die Verwaltung und alle politischen Parteien haben sich sehr vorausschauend bemüht, dem Zustrom von Schutzsuchenden gerecht zu werden. So werden dieser Tage die letzten Notunterkünfte geräumt. Nun heißt es, das Zusammenspiel der Ämter und Institutionen überschaubarer zu gestalten, Abläufe zu straffen, zum Beispiel auch Anschreiben leichter lesbar zu machen. Spracherwerb und Praktika, die Vermittlung in Arbeit muss beschleunigt werden."

Manfred Kammler, AfD: "Einwanderung erfordert klare Regeln. 77 Prozent der Migranten kommen ohne Pass. Das Asylrecht wird durch die unkontrollierte Einwanderung missbraucht. Nicht anerkannte Asylbewerber sind konsequent abzuschieben. Die falsche Asylpolitik der Bundesregierung bringt die Kommunen an ihre Grenzen. Sowohl finanziell als auch personell. Gelder werden gestrichen. So wartet die Feuerwehr Heitlingen schon länger vergeblich auf die dringend erforderliche Renovierung des Feuerwehrhauses."

Von der Redaktion