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Umland Garbsen Nachrichten Lob und Kritik für das Kulturzelt
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00:16 22.09.2017
Das Jugendvarieté Träumer, Tänzer und Artisten aus Garbsen im Kulturzelt, 16.9.2017   Quelle: Markus Holz
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Garbsen

Das Garbsener Publikum hat die Organisatoren Fettah Diouri und Dirk Ihle vom hannoverschen Kulturzentrum Pavillon voll und ganz überzeugt. "Die Leute haben richtig mitgemacht und sind gut abgegangen", sagt Ihle im Rückblick auf zehn Tage Kulturzelt in der Stadt. Auch die Besucherzahl von 3700 sei ein "guter Schnitt". Vor allem die Angebote mit lokalen Akteuren seien gut besucht gewesen - etwa der Familientag am Sonntag inklusive Zelt-Gottesdienst und das Garbsen-Spezial mit Moderator Matthias Brodowy sowie der Auftritt der Träumer, Tänzer und Artisten.

"Wir haben die Entscheidung für das Kulturzelt nicht bereut", sagt auch Uwe Witte. Er ist Leiter der Abteilung Kultur und Sport der Stadt Garbsen - und damit Kooperationspartner der Veranstalter gewesen. Mit den Besucherzahlen sei er durchaus einverstanden. Aus Erfahrung weiß er, dass es nicht immer einfach ist, "Garbsener in Konzerte zu locken". Gerade das Interesse junger Menschen sei schwer zu wecken.

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Nicht so positiv fällt die Bilanz von Dieter Albrecht aus. Er ist Vorsitzender des Förderkreises Leselust, dessen Ehrenamtliche für eben jenen Familientag mehrere Lesungen vorbereitet hatten. Zwar hatten sich die Veranstalter Mühe gegeben und den Helfern ein Zelt mit Sitzplätzen zur Verfügung gestellt, sagt Albrecht. Der Rest der Organisation habe aber zu wünschen übrig gelassen. Durch die anderen umliegenden Aktionen sei es viel zu laut gewesen. "Dadurch war eine Vorleseatmosphäre nicht gegeben", sagt Albrecht.

Noch klarer drückt es Kenan Cakmak aus, der Geschäftsführer des Bistrorante Spazzo in Garbsen-Mitte. Der Gastronom war für das Catering rund um das Kulturzelt verantwortlich und ist mit dem Ergebnis unzufrieden: "Für uns war das Ganze ein klares Minusgeschäft. Wir hatten mit mehr Besuchern gerechnet", sagt er. Dabei habe er sich gemeinsam mit seinem Team viele Gedanken gemacht und zu jeder Veranstaltung des passende Menü vorbereitet. Am kubanischen Abend wurden Cocktails wie Cuba Libre und Caipirinha gemixt. Dazu gab es nachmittags Kaffee und Kuchen sowie abends Bratwurst und kalte Getränke.

Veranstalter Dirk Ihle hat Verständnis für diese Kritik, sagt aber auch: "Das liegt in der Natur der Sache." Bei dem meist eher schlechten Wetter seien die Besucher für die zweistündigen Veranstaltungen im Zelt eingekehrt und danach schnell wieder gefahren, ohne an den Ständen etwas zu essen oder zu trinken.

Den nächsten Anlauf macht das Kulturzelt im August 2018 übrigens ganz in der Nähe. Dann wird es auf dem Schützenplatz in Letter aufgebaut.

Fotostrecke Garbsen: Lob und Kritik für das Kulturzelt

Von Gerko Naumann

Anke Lütjens 22.09.2017
Anke Lütjens 20.09.2017