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Nachrichten Lorberg (CDU) gewinnt Zitterpartie im Wahlkreis 32
Umland Garbsen Nachrichten Lorberg (CDU) gewinnt Zitterpartie im Wahlkreis 32
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22:04 20.01.2013
Von Sven Sokoll
Bangender Blick auf den Monitor: Hartmut Büttner, Editha Lorber, Heinrich Dannenbrink Quelle: Sven Sokoll
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Garbsen

Es war ein Nervenkrieg: Angespannt haben die Garbsener CDU und ihre Kandidatin Editha Lorberg gestern Abend auf die Computerbildschirme geschaut, erst um 19.35 Uhr kamen die ersten Umarmungen nach der Gewissheit, dass Lorberg nach 2003 und 2008 wohl zum dritten Mal das Mandat holen würde.

Am Ende hatte sie 41,5 Prozent zu Buche stehen, während ihr SPD-Kontrahent Rüdiger Kauroff auf 38,7 Prozent gekommen war. Die Anspannung fiel nur langsam ab. „Ich denke, dass die Wähler in den vergangenen zehn Jahren gemerkt haben, wie viel mir der Wahlkreis bedeutet“, fand Lorberg in der ersten zaghaften Freude eine Erklärung.

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Der zweite große Gewinner ist Umweltminister Stefan Birkner aus Osterwald, der seine FDP an der Spitze des Landesverbandes am Ende doch mit Bravour wieder in den Landtag führte. Im Wahlkreis holte er zwar nur 4,5 Prozent der Stimmen, das trübte seine Stimmung aber nicht: „Ich freue mich über das Ergebnis im Wahlkreis und hoffe, dass wir die gute Zusammenarbeit mit Frau Lorberg fortsetzen können.“

Kauroff zeigte sich trotz seiner knappen Niederlage zufrieden: „Wir haben gegenüber 2008 deutlich hinzugewonnen.“ Damals hatte Ulrich Mahner für die SPD sieben Prozentpunkte weniger als Lorberg geholt. Außerdem freute sich Parteichef Kauroff, dass die SPD in Garbsen bei Erst- und Zweitstimmen vorn liegt.

Die Wedemärker Grünen-Direktkandidatin Mona Achterberg, die 9,0 Prozent erreichte, meldete sich am Abend von der zentralen Wahlparty der Grünen in Hannover: „Wir sind Gewinner, wir sind glücklich, wir feiern“, sagte sie.

Andreas Bienstein, Kandidat der Freien Wähler, ist mit seinen 2,1 Prozent zufrieden: „Ich habe keinen großen Wahlkampf gemacht, aber bin wohl doch bekannt in der Stadt.“ Die Enttäuschung ist groß bei Sait Kelen, Kandidat der Linken (2,3): „Wir waren nicht gut genug. Ich habe nicht gut gearbeitet. Vielleicht haben wir nicht genug informiert.“ Pirat Rüdiger Pfeilsticker (2,0) sagt: Ich bin einigermaßen zufrieden, da das Wahlkreisergebnis im Landestrend liegt. Schade, dass ich es nicht toppen konnte. Das Ergebnis auf Landesebene muss noch analysiert werden.

  • Marienwerder: Im hannoverschen Wahlkreis 26, zu dem auch Marienwerder gehört, hat Thela Wernstedt (SPD) das Direktmandat gewonnen.

sok/cf/ff/uc