Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kita St. Anna: Nächste Woche kommen die Container
Umland Garbsen Nachrichten Kita St. Anna: Nächste Woche kommen die Container
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 12.08.2017
Von Bernd Riedel
Die Kita St. Anna profitiert vom Bundesprogramm Sprach-Kitas. Am Mittwoch waren Ministerpräsident Stephan Weil und SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks zu Gast. Sie wurden von den Kindern mit einem Fingerspiel begrüßt. Quelle: Bernd Riedel
Havelse/Garbsen-Mitte

Die Kooperation mit der benachbarten Grundschule war bisher gut. Die weitere Doppelnutzung von Räumen ist jedoch untersagt worden. Nun müssen Container her. In der nächsten Woche sollen diese Container aufgestellt werden. "Auf jeden Fall brauchen wir diese Räume im Oktober", sagt die pädagogische Leiterin von St. Anna, Jolanthe Spyra.

Künftig, sobald die Grundschule Havelse nebenan als Ganztagsschule in Betrieb geht, soll die Kooperation noch ausgebaut werden. Dem steht die rigorose Haltung der Schulbehörde noch entgegen, die kürzlich die Genehmigung für die notwendige Doppelnutzung von Räumen durch Hort und Schule widerrufen hat.

Ministerpräsident Stephan Weil, der am Mittwochmittag zusammen mit Caren Marks, der SPD-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin, sowie dem Landtagskandidaten Rüdiger Kauroff die Einrichtung besuchte, war schneller beim Thema als vorgesehen. "Vier Hortgruppen?", fragte Weil überrascht, "das ist eine ungewöhnliche Konstellation, die mir bisher nicht begegnet ist." Er kenne "das Dogma" der untersagten Doppelnutzung, sagte Weil, trotzdem müsse für St. Anna "eine flexible Lösung her".

Das Land hat unterdessen das Modellprojekt Kooperativer Hort ins Leben gerufen. Unter anderem ist es in der Nachbarstadt Neustadt gerade in zwei Einrichtungen in eine vierjährige Erprobungsphase gegangen. "Wir sind angetan von der Idee", sagte Sozialdezernentin Iris Metge, "und warten mit Spannung auf die Ergebnisse." Die gemeinsame Nutzung  von Räumen "hatten wir bei uns schon in Form einer Sondererlaubnis", sagte Bettina Heinisch-Bienert, Geschäftsführerin aller vier Kitas der katholischen Gemeinde in Garbsen, "wir hätten das gern so weiter geführt."

Das eigentliche Thema des Besuchs war das Bundesprogramm Sprach-Kitas. St. Anna ist eine von elf Garbsener Einrichtungen, die daran teilhaben. Diplom-Pädagogin Jessica Sonnemann ist die dortige Fachkraft für sprachliche Bildung. Marks betonte die Notwendigkeit solcher Förderprogramme, die nicht etwa explizit für Migrationskinder aufgelegt wurden: "Die Sprachkompetenz bei Kinder lässt nach", sagte Marks, "Chancen werden am Anfang vergeben, und mit solchen Programmen fördern wir Chancen bei den Jüngsten." Sonnemann legte Weil und Marks nahe, die Ausbildung von Erziehern zu überdenken: "Schon dort, in der Ausbildung, muss die sprachliche Bildung verankert werden", sagte Sonnemann. Dann erst werde die gegenwärtige Konstruktion mit einer zusätzlichen Fachkraft für sprachliche Bildung, für die es ohnehin keinen vorgefertigten Bildungsweg gebe, nicht mehr notwendig sein.

Im Anschluss an den Besuch kamen Weil, Marks und Kauroff zu einem Gespräch in die Lokalredaktion Garbsen am Rathausplatz. Themen waren die Verlängerung der L 382, Lehrerabordnungen an die beiden neuen Oberschulen, der Verkehr auf der A2 und der vorgezogene Wahlkampf für die Landtagswahlen.

Fotostrecke Garbsen: Kita St. Anna: Nächste Woche kommen die Container

Der Migrationsforscher Jochen Oltmer hält am Donnerstag, 31. August, 19.30 Uhr, einen Vortrag über Bevölkerungswanderungen - in der IGS, nicht in der Stadtbibliothek. Der Vortrag ist wegen großer Nachfrage verlegt worden. Der Eintritt kostet 5 Euro im Vorverkauf. Reservierungen sind möglich.

24.08.2017

Nach der politischen Sommerpause tagen die vier Ortsräte in der nächsten Woche in Reihe. Die Tagesordnungen sind zum Teil sehr lang und weisen Themen auf, die für längere Diskussionen sorgen könnten. Im Ortsrat Horst gibt es einen Mandatswechsel.

Bernd Riedel 11.08.2017

Im vergangenen Oktober besuchten 19 Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG) die Stadt Walled Lake im amerikanischen Bundesstaat Michigan, jetzt ist der Gegenbesuch nach Garbsen gekommen. Noch bis zum 20. August sind die zwölf Austauschschüler bei Gastfamilien im Stadtgebiet untergebracht. Bei einem Besuch im Rathaus waren Fotos mit Bürgermeister Christian Grahl heiß begehrt.

11.08.2017