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19:48 06.04.2014
Ein stattlicher Zierapfelbaum, gepflanzt von der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde und Bürgermeister Alexander Heuer, blüht seit Sonnabend am Hérouville-St.-Clair-Platz. Quelle: Patricia Chadde
Garbsen

Deutschlandweit hat die Gemeinde 35.000 Mitglieder, die überwiegend aus Pakistan, Indien und Afrika stammen. In Garbsen sind es etwa zwei Dutzend. Gemeinsam mit Beate Butsch, Garbsens Leiterin der Abteilung Stadtgrün, wählte die Religionsgemeinschaft einen stattlichen Zierapfelbaum aus und setze ihn am Sonnabend bei einer Feierstunde am Hérouville-St.-Clair-Platz ein. „Die Baumspende passt zeitlich ausgezeichnet. Noch im April starten die Umbauten des Platzes, der weitere Bäume und ein Schachspiel bekommen soll“, sagte Bürgermeister Alexander Heuer.

Heuer erinnerte daran, dass für eine funktionierende Gesellschaft religiöse Toleranz grundlegend sei und hatte ein persönliches Beispiel parat, das die enorme Entwicklung in der Bundesrepublik während der vergangenen 50 Jahre deutlich mache: „Ich habe noch eine Konfessionsschule besucht, evangelische und katholische Kinder getrennt, wir haben nicht mal in den Pausen zusammen gespielt“, berichtete Heuer.

Mit dem Banner „Liebe für alle, Hass für keinen“ betonte die Ahmadiyya-Gemeinde ihre Distanz zu gewalttätigen islamischen Gruppen, „die uns leider in Verruf bringen“, sagte Arif Khan. Als Sekretär der hannoverschen Ahmadiyya-Gemeinde ist er für den Dialog zwischen seiner Religionsgemeinschaft und allen anderen zuständig und hat damit gut zu tun.

Die Gemeinde lud zu Snacks und Getränken ein. Hanne Janisch nahm die Einladung gern an. „Ich war neugierig“, sagte sie und kam mit Yusuf Agha, Leiter der Gruppe „Ansar“, ins Gespräch. Er betreut die Senioren in der Gemeinde und ludt Hanne Janisch wie alle anderen Interessierten zum geplanten Ahmadiyya-Charity-Walk am Maschsee ein, außerdem für den 3. Oktober zum „Tag der offenen Tür“ in der Garbsener Moschee an der Sandstraße.

Patricia Chadde

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