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Umland Garbsen Nachrichten Der erste Tag für die neue Oberschule
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00:16 07.08.2017
Von Anke Lütjens
Mitschüler begrüßen die neuen Oberschüler in 13 unterschiedlichen Sprachen. Quelle: Anke Lütjens
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Auf der Horst

Die Oberschule besteht aus der Caroline-Herschel-Realschule sowie der Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule. Beide laufen sukzessive bis zum Schuljahr 2023 aus. Für die neuen Schüler, Eltern und Lehrer war es ein besonderer Tag. Ältere Mitschüler begrüßten die Jungen und Mädchen mit Sonnenblumen und einem Willkommensgruß in 13 unterschiedlichen Sprachen. Der siebte Jahrgang steuerte ein Bewegungslied zum Programm bei, Zehntklässler interpretierten den Titel "Human".

Der Beschluss zur neuen Oberschule fiel im Spätsommer vorigen Jahres. Bürgermeister Christian Grahl und Ratsherr Wilfried Aick (SPD) hatten sich für den gymnasialen Zweig stark gemacht. Das sei zügig und mit großer Mehrheit beschlossen worden, sagte Grahl. "Die Landesschulbehörde hat genügend Lehrkräfte zur Verfügung gestellt, die Unterrichtsversorgung ist gesichert", sagte die kommissarische Schulleiterin, Claudia Schreyer. Drei neue Lehrkräfte sind eingestellt worden, andere werden von den Vorgängerschulen abgeordnet.

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Die Stadt habe auch Umbauten und Modernisierungen wie einen Kiosk, Sanierung der Sanitärbereiche sowie die Vergrößerung des Verwaltungstraktes zugesichert, sagte Schreyer. Eine Planungsgruppe hat ab März diesen Jahres die Arbeit im neuen fünften Jahrgang intensiv vorbereitet.

"Ihr habt alle Chancen", sagte der Bürgermeister und sprach damit die Durchlässigkeit des Oberschulsystems an. Ab der sechsten Klasse gibt es Kursdifferenzierungen in Deutsch, Englisch und Mathematik. Auch den Fachkräftemangel sprach Grahl an. "Es müssen nicht alle studieren, wir brauchen auch gute Handwerker", so der Bürgermeister. Schüler im gymnasialen Zweig werden ab der siebten Klasse nach Anforderungen des Gymnasiums unterrichtet.

Seit 2011 seien die Oberschulen im Niedersächsischen Schulgesetz verankert, sagte Georg Bittner, Dezernent der Landesschulbehörde. "Wir werden sie auch weiterhin unterstützen, wenn es gewünscht ist", sagte er in Richtung Schulleitung und Lehrer. Mit der Bildung der Oberschulen habe die Politik auf Veränderungen in der Gesellschaft reagiert, sagte der  Dezernent. Die Oberschule stärke die Grundfertigkeiten sowie das soziale Lernen.

Zum Konzept der Schule gehört ein offenes Ganztagsangebot. Die Schüler können mehrmals pro Woche eine Hausaufgabenbetreuung in Anspruch nehmen, um sie insbesondere in den Kernfächern zu fördern. Auch Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse werden gefördert. Teil des Schulkonzepts sind auch Methodentage, an denen spezielle Lerntechniken vermittelt werden, Sozialtraining, Sportfeste und Projekttage. Einen besonderen Stellenwert soll die Berufsorientierung einnehmen. Bestehende Kooperationen mit anderen Schulen werden fortgesetzt.  

Fotostrecke Garbsen: Der erste Tag für die neue Oberschule