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Nachrichten Planetencenter: Einigung stockt noch
Umland Garbsen Nachrichten Planetencenter: Einigung stockt noch
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19:14 16.11.2012
Von Sven Sokoll
Im Zentrum aller Umbaupläne: das Planetencenter.
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Garbsen

Eine neuerliche Verhandlungsrunde mit der Verwaltung und den Fraktionsvorsitzenden des Rates soll am Mittwoch nächster Woche eine Einigung bringen.

Bislang gehen die Vorstellungen für das Stadtteilzentrum noch auseinander. „Was Lüder favorisiert, gleicht eher einem Fachmarktzentrum wie zwischen Seelze und Letter“, sagte Bürgermeister Alexander Heuer gestern. Der Unternehmer würde am liebsten den gesamten Bestand abreißen und einzelne Märkte um einen großen Parkplatz platzieren. Heuer und großen Teilen der Politik fehlt es dabei aber an den Aufenthaltsqualitäten eines echten Stadtteilzentrums. Sie können sich eher vorstellen, die Mall im südlichen Teil des Planetencenters mit ihren Treffpunkten zu erhalten und nur nördlich davon zu ermöglichen, dass Autofahrer vor einzelnen Fachmärkten fast bis vor die Tür fahren können.

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Nach dem bisherigen Zeitplan soll das Grundkonzept in der übernächsten Woche stehen. Denn nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 28. November sollte Lüder eigentlich einen Bauvorbescheid bekommen. Falls die Einigung am Mittwoch scheitert, droht im Hintergrund der mögliche Ausstieg des Investors aus dem Vertrag.

Für ihre anstehenden Beschlüsse haben die Politiker gestern schon eine Vorlage auf den Tisch bekommen, der die entscheidenden Teile wegen der Umstände aber noch fehlen. Vorgesehen ist aber schon, dass die Stadt selbst 650 Quadratmeter für die Volkshochschule anmietet. In Sachen Jugendhilfestation will sie zusagen, deren bisherige Räume am Bärenhof zu übernehmen, falls die Region dafür nach dem Auszug selbst keine Verwendung mehr hat. Außerdem gibt die Stadt das Versprechen ab, die neue Station im Planetencenter weiter zu betreiben, falls sie irgendwann doch das Jugendamt von der Region übernehmen sollte.

Die städtischen Parkplatzflächen werden für das neue Einkaufszentrum nicht mehr benötigt, deshalb will Heuer auf einem Teil Wohnungen für Senioren oder Mitarbeiter der Universität schaffen.

Bettina Francke 12.11.2012
Sven Sokoll 11.11.2012