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Nachrichten Planetencenter wird nur teilweise abgerissen
Umland Garbsen Nachrichten Planetencenter wird nur teilweise abgerissen
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08:30 22.11.2012
Der modernere Südteil des Planetencenters soll erhalten bleiben.
Der modernere Südteil des Planetencenters soll erhalten bleiben. Quelle: Bartels
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Garbsen

Nicht nur die Verwaltung und die Fraktionsvorsitzenden, sondern gleich rund 30 Ortsrats- und Ratsmitglieder nahmen gestern an dem Treffen mit Lüder teil. Der Zeitdruck war groß, denn schon in der nächsten Woche sollen die ersten politischen Entscheidungen fallen. Nach Bürgermeister Alexander Heuer sprachen sich auch die Politiker einhellig dafür aus, nicht das gesamte Planetencenter abzureißen und lediglich Fachmärkte aneinander zu reihen. Damit würde die bisherige Atmosphäre zerstört.

Statt dessen schwenkte Lüder schließlich auf den Kurs ein, den moderneren Teil des heutigen Planetencenters zu erhalten. Auch wenn er mit seinem Favoriten die seiner Ansicht nach wirtschaftlichste Variante aufgibt, bekannte er sich doch klar zum Standort. „Er zeigte sich entschlossen, das Projekt jetzt zum Erfolg zu bringen“, berichtete Heuer nach der Sitzung. Für den Bürgermeister ist die sogenannte Bestandsvariante ein guter Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und öffentlichen Erwartungen.

Das Konzept bedeutet nichts anderes, als dass Lüder die Flächen im moderneren Südteil mit dem Wandelgang bestehen lässt, aber neu aufteilt. Im bisherigen Hit-Bereich soll ein anderer Verbrauchermarkt einziehen, als Favorit gilt derzeit Edeka. Der Mittel- und Nordteil, ehemals Karstadt/Hertie, werden abgerissen. Wo jetzt der Mittelgang und ein Teil der Läden liegen, werden 429 Parkplätze entstehen. Etwa elf Geschäfte, ein Lebensmitteldiscounter mit 1500 Quadratmetern Fläche und ein chinesisches Restaurant umrahmen den Parkplatz in einer L-förmigen Zeile im Norden und Westen. Zum Planetenring hin entstehen zwei Bürogebäude für die Volkshochschule und die Jugendhilfestation der Region.

Wenn der Verwaltungsausschuss in der nächsten Woche zustimmt, soll Lüder einen Bauvorbescheid für die Bestandsvariante erhalten, dann beginnt die Feinplanung. Die Region hatte bereits zugestimmt, den Anteil von Textil- und Schuhhandel im Center zu erhöhen.

Sven Sokoll und Markus Holz

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