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Nachrichten Schläger gesteht seine Schuld
Umland Garbsen Nachrichten Schläger gesteht seine Schuld
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07:00 20.12.2014
Quelle: Symbolbild
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Garbsen

Der 21-Jährige und ein gleichaltriger Freund waren im Oktober 2013 im Phönix alkoholisiert mit einem 18-Jährigen aneinander geraten. Es ging um die 18-jährige Freundin des Schülers. Die Staatsanwaltschaft warf den beiden Angeklagten gefährliche Körperverletzung vor, weil dem Schüler mit einer Bierflasche in der Bar der Kopf blutig geschlagen worden war. Draußen ging die Prügelei weiter.

Am ersten Prozesstag war nicht zu klären gewesen, wer wen warum geschlagen hatte. Die Zeugenaussagen widersprachen sich. Doch am letzten Verhandlungstag erlebte Richter Torsten Streufert dann eine überraschende Wende: Einer der Angeklagten nahm jede Verantwortung auf sich. Er habe zur Bierflasche gegriffen, und er habe sich vor der Tür mit einem Kickboxsprung gegen eine Gruppe zur Wehr gesetzt. Diese Gruppe gehörte zum Kreis des Opfers. Barbesucher hatten ihm zugerufen, dass er draußen erwartet werde.

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So schilderte der Angeklagte es in einem Vier-Augen-Gespräch seinem Verteidiger Selcuk Bulut - ein Geständnis mit Folgen: Das Strafverfahren gegen den gleichaltrigen Mitangeklagten wurde eingestellt. Weil der Angeklagte vor Gericht Reue zeigte und glaubhaft belegen konnte, dass er bereits freiwillig 800 Euro Schmerzensgeld an das Opfer gezahlt habe, lautete die Verurteilung am Ende auf vorsätzliche Körperverletzung. Für jemanden, der wenig verdient, seien 800 Euro Schmerzensgeld „hart spürbar“, meinte der Richter - und hielt dem 21-Jährigen vermutlich zum letzten Mal eine jugendtypische Reifeverzögerung zu Gute.

Von Edeltraud Helms

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