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Nachrichten Soziale Stadt: Spielplatz an der Corinthstraße ist wieder offen
Umland Garbsen Nachrichten Soziale Stadt: Spielplatz an der Corinthstraße ist wieder offen
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00:27 16.04.2018
Fotoshooting: Christian chillt in der Hängematte, Alexander von der Heydt hält den Moment mit der Kamera fest. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

 Achtung Aufnahme: Teenager Christian hängt ab in der Hängematte, Alexander von der Heydt vom Haus der Jugend hält den Moment mit der Kamera fest. Nebenan backen Angelika und Cornelia (2) Sandkuchen auf dem Holzpodest. Emre (9) übt Zielwerfen durch die drehbare blaue Sitzröhre. Bei einer Spielplatzrallye haben Kinder und Jugendliche aus dem Quartier Berenbostel-Kronsberg am Donnerstagabend den umgestalteten Spielplatz an der Corinthstraße erobert. „Eine coole Spiellandschaft“, sagte Bürgermeister Christian Grahl bei der Eröffnung.

Ob die riesige Drehscheibe, das Sechseck-Reck oder das Karussell namens Ringwaage: Der Spielplatz bietet nach dem Umbau viele kreative Spielmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen. Der Umbau der 1300 Quadratmeter großen Fläche hat drei Monate gedauert und 200.000 Euro gekostet. Bezahlt ist es aus dem Programm Soziale Stadt, je ein Drittel tragen die Stadt, das Land und der Bund. „Das Karussell gefällt mir am besten“, sagt der neunjährige Soban und dreht noch eine Runde. 

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Hängematten, Sitzringe, Drehscheibe: Der Spielplatz Corinthstraße bietet nach dem Umbau viele Spielmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen. Die Kosten von 200.000 Euro tragen Stadt, Land und Bund.

Spielplatz ist ein Kompromiss

Anlieger und Kinder hatten an dem Spielplatz mitgeplant. Der Spielplatz ist ein Kompromiss:  Ursprünglich sollte die Fläche am nordöstlichen Rand des Sanierungsgebietes Berenbostel-Kronsberg für Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche gestaltet werden. Bei mehreren Beteiligungsterminen im Haus der Jugend hatte diese Altersgruppe Ideen für den neuen Treffpunkt gesammelt. Auf dem Wunschzettel standen damals außer Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, Fitness und Chillen, auch Elemente für Klettern und die Sportart Parkour – und zwar im Freien. Nach einer Anwohnerversammlung waren die Vorschläge vom Tisch.

Inger Johannes vom Planungsbüro Spalink und Sievers aus Hannover und auch Vertreter des Sanierungsträgers zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und besonders mit der Stimmung bei der Eröffnung. „Es ist toll, dass die Kinder die Geräte gleich so annehmen, wie wir es geplant haben“, sagte Johannes. Und auch Beate Butsch von der Abteilung Stadtgrün und Spielplatzplaner Simon Bauermeister schauten immer wieder auf die Fotos, die den früheren tristen Spielplatz zeigen. Anwohner befürchten indes, dass sich der Spielplatz, wie in der Vergangenheit, zum Treff Jugendlicher entwickelt. „Außerdem fehlen hier Spielgeräte für kleinere Kinder“, ergänzte eine Nachbarin.

Von Jutta Grätz