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12:39 04.02.2009
Das Areal um den Jawoll-Markt soll sich eindeutig zu einem Teil des Fachmarktstandorts B 6 entwickeln. Quelle: Sokoll
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Dort wäre Einzelhandel aller Art bisher erlaubt, solange die Geschäfte nicht größer als 800 Quadratmeter sind. Unverbindliche Anfragen dafür liegen der Verwaltung bisher vor.

Würde sie grünes Licht geben, könnten die Geschäfte aber den Handel vor allem an der Roten Reihe stören, die nach dem Zentrenkonzept zu den geschützten Standorten zählt. Deshalb soll der Rat den Handel an der Stelle jetzt weitgehend ausschließen.

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Komplexer verhält es sich in einem Bereich nördlich der B 6, der vom Jawoll-Markt bis zur McDonald's-Filiale reicht. Dort hat ein Investor zunächst eine Bauvoranfrage für eine größere Spielhalle gestellt. Diese bezieht sich zwar auf einen Teil des Areals, in dem die Halle wegen ihrer Größe ohnehin nicht erlaubt ist. Doch die Stadt nimmt das zum Anlass, Spielhallen aus dem gesamten Bereich zu verbannen – um eine Konzentration in diesem Teil Berenbostels zu verhindern und den Fachmarktstandort für Bauen, Wohnen und Autos an der B 6 weiter zu profilieren, wie ihn auch das Zentrenkonzept für den Standort vorsieht.

Wegen des gesamtstädtischen Handelskonzepts soll Einzelhandel in dem Gebiet an der B 6 nur noch erlaubt sein, wenn er zu den erwünschten Branchen gehört. Was aber in Konkurrenz zur geplanten Mitte steht – zum Beispiel Elektronik und Textil – wird künftig ausgeschlossen sein. Bestehende Betriebe haben aber Bestandsschutz. Ausschließen will die Stadt zudem Bauten für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke.

Der Fachmarktstandort an der B 6, der bis zu Möbel Hesse reicht, soll nach Vorstellung der Stadtplaner möglichst homogen sein, um seine regionale Bedeutung zu behalten. Beschränken will die Stadt aber die Werbung an hohen Masten. Künftig darf die Reklame nur noch direkt an den Betrieben stehen und die Gebäude nicht überragen. Damit wollen die Planer auch ein einheitliches Erscheinungsbild erreichen. Über die geplanten Änderungen spricht der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner Sitzung am Mittwoch, 11. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus.

Sven Sokoll