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Nachrichten Stadtarchiv lädt zu Vortrag über Ariernachweise
Umland Garbsen Nachrichten Stadtarchiv lädt zu Vortrag über Ariernachweise
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00:36 31.03.2018
Der Ariernachweis ihrer Eltern bedeutet für Gabriele Mauthe den Einstieg in die Familienforschung.
Der Ariernachweis ihrer Eltern bedeutet für Gabriele Mauthe den Einstieg in die Familienforschung. Quelle: Linda Tonn (Archiv)
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Auf der Horst

 Der Stadtarchivverein lädt zu einem Vortrag und zur Jahresversammlung ein. In dem Bildvortrag geht es um das Thema „Ariernachweise zwischen Genealogie und Ideologie – eine Quellengruppe wird hinterfragt“.  Annette Hennigs, Dezernatsleiterin im Detmolder Standort des nordrhein-westfälischen Landesarchivs, beleuchtet eine Quellengruppe, die heutzutage zumeist unkritisch als interessantes familiengeschichtliches Dokument aufbewahrt wird.

In einem Seminarraum im Garbsener Rathaus durchforsten die Teilnehmer am Computerbildschirm alte Kirchenbücher, vervollständigen Stammbäume und studieren Sterberegister.

Der Vortrag richtet sich gleichermaßen an historisch und familienkundlich Interessierte. Er beginnt am Donnerstag, 12. April, um 18 Uhr in der Aula des Schulzentrums I, Planetenring 7. Fragen und eine Diskussion schließen sich an. Der Eintritt ist frei.

Diese so genannten Ariernachweise gehören zu den Dokumenten aus der NS-Zeit, die sich in vielen Haushalten erhalten haben. Ihr Entstehungszweck war aber keineswegs harmlos. Nie zuvor wurden in Deutschland auf so breiter Ebene familienkundliche Nachforschungen angestellt wie in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Gesetze forderten Abstammungsnachweise ein, die über das Schicksal von Millionen Menschen entschieden. Was steckt hinter den Ariernachweisen, wie und warum sind sie entstanden und, wie wurden sie genutzt? „Mit ihrer Einordnung in die historischen Zusammenhänge wird ihr Quellenwert für die Forschenden besser einschätzbar“, sagt Kerstin Holznagel vom Stadtarchivverein.

An den Vortrag schließt sich um 19.30 Uhr die Jahresversammlung der Vereins an. Gäste sind willkommen. Für alle, die sich spontan entschließen, dem Verein beizutreten und damit das Stadtarchiv zu fördern, hält das Stadtarchiv ein kleines Willkommensgeschenk parat: Einen zehnteiligen Postkartensatz „ArchivGut“, den die Stadt als Ehrengabe zum 20jährigen Bestehen des Vereins herausgegeben hat.

 

Von Anke Lütjens