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Umland Garbsen Nachrichten TK Berenbostel: Das Schlimmste ist abgewendet
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00:15 04.06.2017
Von Bernd Riedel
Das Schlimmste ist abgewendet: Der neue Vorstand mit Ariane Rother (von links), Ralf Brettschneider, der neu gewählten Claudia Schlicht, der scheidenden Angelika Wache und Claudia Hinze hofft auf bessere Zeiten. Quelle: Bernd Riedel
Berenbostel

Der Turnklub Berenbostel (TKB) hat schwere personelle Probleme. Vor zwei Jahren war die Suche nach einem Ersatz für die stellvertretende Vorsitzende Angelika Wache losgegangen. Ohne Erfolg. Wache, inzwischen 13 Jahre im Vorstand des TKB, ließ sich im vergangenen Jahr breitschlagen, das Amt für ein weiteres Jahr zu übernehmen. "Da hat der Verein ein Jahr lang Zeit gehabt, aktiv nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger zu suchen", sagt Vorsitzende Ariane Rother enttäuscht, "passiert ist aber nichts."

Rother führt den Verein seit 14 Jahren, und sie tut das gern. Das ist in der Versammlung zu spüren: Sie ist stolz darauf, dass der Verein an der Basis sehr lebendig ist und eine Menge sportlicher Erfolge vorweisen kann. "Zu dritt können wir die Arbeit im Vorstand nicht machen", sagt sie, "das ist zu viel." Vor allem die bürokratischen Hürden seien oftmals hoch. Es geht nicht allein darum, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Vorstandsämter nicht besetzt werden konnten. Die Hängepartie um den einen der beiden Stellvertreterposten hat das gezeigt.

Die Problematik steckt tief in der Struktur des Vereins, und darin ähnelte er anderen Vereinen: Jeder im Vorstand hat einen weiteren Posten im Verein: Rother ist Übungsleiterin im Kinderturnen, Ralf Brettschneider, einer der Stellvertreter, ist zugleich Sozialwart, die bisherige weitere Stellvertreterin Angelika Wache ist Spartenleiterin Trampolin. Die Posten Frauenwartin, Kinderturnwartin, Jugendwart und Pressewart, die zum erweiterten Vorstand gehören sollten, sind vakant. Ebenso fehlen Spartenleiter in der Gymnastik, im Kinderturnen und im Seniorensport: Die verwaltungstechnischen Aufgaben müssen die Übungsleiter übernehmen.

Der Vorstand verließ sich nicht auf die Mitglieder. Aus Rothers Worten war zu entnehmen, dass es ihr lieber gewesen wäre, wenn die Sparten aktiv nach einem Ersatz für Wache gesucht hätten. Das ist nicht geschehen. Als sie aus der Versamnmlung Vorschläge für Kandidaten einfordete, herrschte betretenes Schweigen. "Der Verein ist super aufgestellt", sagt Rother, "aber ich habe den Eindruck, viele Mitglieder ruhen sich zu sehr aus."

Der Vorstand hatte in einem Rundbriefe alle rund 650 Mitglieder angeschrieben, um Vorschläge zu erbitten - nichts geschah. Bis dahin war der Vorstand schon selbst auf Kandidatensuche gegangen. Von drei möglichen blieb eine: Claudia Schlicht. Sie wurde einstimmig ins Amt gewählt. Unter den Applaus mischte sich deutliche Erleichterung. Danach stellten sich auch die Vorsitzende und die Kassenwartin Claudia Hinze wieder zur Wahl und wurden einstimmig bestätigt. Rother hatte keinen Zweifel daran gelassen: Wenn der Vorstand nicht komplettiert worden wäre, hätte der gesamte Vorsand den Rücktitt erklärt.

Manfred Grundwald wurde für 50-jährige Vereinstreue geehrt. 40 Jahre dabei sind Rose Lau, Wolfgang Schweigler und Eckart Brix, 25 Jahre sind es bei Ilse Varga, Renate Riemenschneider, Gaby Völsen und Ursula Seemann. Eine Schweigeminute legte die Versammlung für die Ehrenvorsitzende Ursula Laurenz ein, die im vergangenen Jahr 98-jährig starb, und für Karin Hönack, die erst in der Nacht zuvor 74-Jährig ihrer schweren Krankheit erlegen war.

Der TKB hat zurzeit etwa 650 Mitglieder, die in neun Hauptsparten organisiert sind. Der Verein hatte vor rund zehn Jahren noch 800 Mitglieder mit zwölf sparten. In der 54-jährigen Vereinsgeschichte sind der Schwimmverein und der Tennisverein Berenbostel aus dem TKB hervorgegangen.

Das wäre das Ende gewesen

"Wir haben das ernst gemeint", sagt Vorsitzende Ariane Rother, "keiner von uns kann noch mehr leisten, als er schon leistet." Hätte sich keine Kandidatin für den vakanten Posten gefunden, dann hätte die Zukunft so ausgesehen: Die Versammlung hätte sich vertagt. Der zurückgetretene Vorstand hätte als geschäftsführender Vorstand die Arbeit zunächst weitergeführt.  In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wäre der Versuch unternommen worden, einen neuen Vorstand zu installieren. Die Aussichten dafür waren nach Lage der Dinge schlecht. "Dann hätten wir uns auf jeden Fall Hilfe holen müssen, vom Regionssportbund, vom Landessportbund", sagt Rother. Letzter Akt, wenn sich kein Vorstand gefunden hätte: die Fusion des Vereins mit einem anderen - und das wäre das Ende des TK Berenbostel gewesen.

Das Erfreulichere in der Versammlung: die Ehrung treuer Vereinsmitglieder. Quelle: Bernd Riedel

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