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Umland Garbsen Nachrichten Trittin: „Abschottung funktioniert nicht“
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18:44 14.05.2015
Auf dem Podium diskutieren Marie Dücker, Jürgen Trittin, Hendrik Hoppenstedt und Moderator Marvin Andermann. Quelle: Jutta Grätz
Garbsen

Hunderte Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer, Schlepperbanden verdienen gewaltige Summen mit dem illegalen Transport von verzweifelten Menschen: Dass die Themen Seenotrettung, der Grenzschutz Frontex, Asyl und Flüchtlingsheime nicht weit weg sind, sondern ganz nah sein können, haben die Elft- und Zwölftklässler der IGS in ihrer Ausstellung zum Europatag am Mittwoch gezeigt. Anschließend diskutierten die Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Grüne), Gregor Gysi (Die Linke), Hendrik Hoppenstedt (CDU) sowie Marie Dücker, Referentin für Hochschulpolitik im Asta der MHH, Lars Alt von den Jungliberalen und Adis Ahmetovic vom Juso-Bezirksvorstand über europäische Flüchtlingspolitik.

„Ist die europäische Flüchtlingspolitik gescheitert?“, lautete die Einstiegsfrage der Moderatoren Jule Neubauer und Marvin Andermann aus dem 13. Jahrgang. Und weiter: Gibt es Ideen für eine neue Politik? „Wir müssen präventiv denken und Ursachen der Flucht wie Hungersnöte und Kriege bekämpfen“, sagte Gysi. „Die meisten der Menschen wollen ihr Land nicht verlassen.“ Doch so weit sei die EU noch nicht.

Abschottung funktioniert nicht“, sagte Trittin. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass eine Mehrzahl der Flüchtlinge hier bleibt und auf Integrationsangebote wie Sprachkurse setzen.“ Deutschland sei derzeit eine Flüchtlingsfalle, sagte Dücker: „Kein Sprachkurs, keine Ausbildung, keine Perspektive“. Wie sie fordert auch Alt eine Abschaffung des Arbeits- und Ausbildungsverbots von Asylbewerbern: „Es darf nicht darum gehen, woher wir kommen, sondern was wir wollen.“ Die Veränderung fange bei einem selbst an: Engagement beginne mit der Auseinandersetzung, sagte Adis Ahmetovic, Kind bosnischer Einwanderer.

Das haben die Schüler getan: Ob Lea, Vildan, Keila und Alina, die ein Besuch im Flüchtlingsheim berührt hat, oder Anna-Lena, Giulietta und ihr Projektteam: Sie haben bei ihrer Umfrage unter Schülern noch viele Berührungsängste und Vorurteile entdeckt.

Von Jutta Grätz

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