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Umland Garbsen Nachrichten Mit der Seilbahn über die Autobahn zum Campus?
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00:15 31.05.2017
Von Bernd Riedel
So oder ähnlich könnte es auch in Garbsen aussehen: virtuelle Seilbahnen in der Wasserstadt Hannover. Quelle: Archiv
Garbsen-Mitte

Aktuell sieht der Plan für die Verkehrserschließung des Campus so aus: Zu beiden Seiten des PZH und des Maschinenbau-Campus, der gerade im Bau ist, sollen die Kreuzungen durch Kreisel ersetzt werden. PZH und Campus bekommen auf der Staße An der Universität eine feste Verbindung, als verkehrsberuhigten Bereich mit Parkcharakter, Sitzbänken und Bäumen. Die Autos sollen im Schritttempo durchgeschleust werden. Vor und hinter dem verkehrsberuhigten Bereich soll Tempo 30 gelten.

Eine realistische Kostenschätzung gebe es dafür nicht, sagt Günter Petrak, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Unabhängigen/Die Linke im Rat der Stadt. "Aber alle diese teuren Verkehrsmaßnahmen wären gar nicht mehr nötig", sagt er. Die Region, meint Petrak, müsste keine Gelenkbusse einsetzen, die Autobahnbrücke müsste nicht erweitert werden, lange Straßensperrungen während der Bauphase wären nicht mehr nötig. Auch technisch gesehen biete die Seilbahn Vorteile gegenüber anderen Lösungen.

Die Seilbahn ermögliche einen weiteren Stützabstand bei geringem Platzbedarf. Sie meistere Steigerungen mühelos. Sie überquere die Autobahn problemlos. Sie transportiere bis zu 3000 Personen pro Stunde und Richtung. Sie sei ein Prestigeobjekt für Garbsen. "Damit hätten wir ein Alleinstellungsmerkmal in der weiten Umgebung", sagt Petrak. Die Seilbahn habe auch eine "sehr positive Energiebilanz". Die Bauzeit sei nicht lang, da ihre Teile vorgefertigt würden.

Als anschauliches Beispiel nennt Petrak die Seilbahn, die derzeit für die Bundesgartenschau in Berlin in Betrieb genommen wurde. "Da kann man sich das anschauen", sagt er. Es gibt ein weiteres Beispiel aus der Vergangenheit: Zur Expo 2000 stand eine Seilbahn in Hannover. Für die Wasserstadt war im vergangenen Jahr, auf Vorschlag der Grünen, auch eine Seilbahn über die Leine im Gespräch. Sie fand jedoch keine Befürworter im Bezirksrat Linden-Limmer.

In Garbsen löst der Vorschlag in den Fraktionen zunächst noch Schmunzeln aus. Es ist unklar, wie man mit dem Vorschlag umgehen soll. Deshalb wird die Stadtverwaltung nun den Vorschlag prüfen und eine realistische Einschätzung geben. Sie erarbeitet eine Beschlussvorlage. Bis dahin bleibt nur, vom Schwebezustand zu träumen.

Verkehrserschließung Campus: Finanzierung unklar

Bürgermeister Christian Grahl hat sich erneut an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies gewandt. Grahl und die Ratsfraktionen sind verunsichert, was die Finanzierung der Verkehrserschließung zum Maschinenbau-Campus angeht. Vor Kurzem sind vom Land die Zusagen, auch für andere Verkehrsprojekte im Land, zurückgenommen worden. Das hat den Rat der Stadt zur Verabschiedung einer Resolution veranlasst. Darin werden die früheren Zusagen eingefordert. Es geht um 1,8 Millionen Euro.

Für Juni, schreibt Grahl an Minister Lies, seien die Ausschreibungen für die Verkehrsmaßnahmen geplant. Lies habe zu Jahresbeginn eine Prüfung der Angelegenheit versprochen. Geschehen sei bisher nichts. "Ich wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie sich, auch vor dem Hintergrund dieser für das Land Niedersachsen bedeutsamen Ansiedlung, für eine kurzfristige Förderzusage einsetzen würden", schreibt Grahl. Hilfreich wäre es schon, wenn Lies eine Zusage zum vorzeitigen Baubeginn machen würde, damit die Stadt Garbsen sich nicht "förderschädlich verhält".

Bei einer Brandmeldung am späten Freitagabend ist es zu einer Verwechslung gekommen: Zunächst wurde die Feuerwehr zur Straße Auf der Horst gerufen. Dort gab es kein Feuer. Die Leitstelle korrigierte sich und schickte die Feuerwehr nach Havelse in die Straße Auf der Höchte. Dort hatte ein Müllbeutel im Trennhaus gebrannt.

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