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Umland Garbsen Nachrichten Willehadi-Kirche wird wieder aufgebaut
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20:15 01.08.2013
Von Markus Holz
Zwar einsturzgefährdet, aber sie soll wieder aufgebaut werden: die ausgebrannte Willehadi-Kirche in Auf der Horst. Quelle: Markus Holz
Garbsen

Die Belohnung für Hinweise auf Brandstifter ist auf 15.000 Euro aufgestockt; die Gebäudeversicherung der Landeskirche hat 9000 Euro gestiftet.

In etwa zwei Wochen sollen alle Gutachten geschrieben sein, sodass die Trümmer aus der Kirche herausgeräumt werden können. Die Gemeinde hofft auf ihre kleinen Schätze: Das Abendmalsilber in der Sakristei, Leuchter, die Christus-Figur, die Bronzetüren. „Wir überlegen, nicht alles wieder auf Hochglanz zu bringen“, sagte Günter Seeber, Vorsitzender des Bauausschusses der Gemeinde.

Das Dach und Teile des Mauerwerkes müssen in jedem Fall erneuert werden. Der Architekt hat mit den Vorarbeiten begonnen. Der Abriss des Gemeindehauses geht in den nächsten Tagen weiter.

Beim Brand einer Kirche und eines Gemeindehauses in Garbsen ist ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Es war mutmaßlich Brandstiftung.

Abgebrannte Partien müssen als Sondermüll entsorgt werden. Der Archivar der Landeskirche untersucht in den nächsten Tagen den Zustand des Gemeindearchivs im Keller der Kirche. Er steht einen halben Meter unter Wasser. Der Glockenturm neben der Kirche hat nur geringen Schaden genommen. Die Versicherung hat zugesichert, den Schaden zu regulieren. „Es geht alles sehr schnell, dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Seeber.

Bürgermeister Alexander Heuer hat am Donnerstag dazu aufgerufen, ein Bündnis gegen Vandalismus und Brandstiftung zu schmieden. Anwohner, Bürger, Politiker, Lehrer, Vertreter öffentlicher Dienststellen, alle die dabei sein wollen, sollen sich beteiligen. „Unsere Botschaft: Wir tolerieren nicht Gewalt, Vandalismus und Brandstiftung. Wir treten für ein friedliches Miteinander ein.“ In einem ersten Schritt will Heuer an der Willehadi-Kirche ein Treffen organisieren, um sich die Sorgen und Ängste der Bürger anzuhören. „Wir wollen zeigen, dass die Menschen in diesem Stadtteil nicht auf sich allein gestellt sind“, schreibt Heuer.

Am Tag nach dem verherrenden Brandanschlag auf die Willehadi-Kirche in Garbsen haben wir geschwiegen, nun wollen wir als Redaktion vor Ort ein Zeichen setzen: Dafür, dass Garbsen weiterhin ein Ort bleibt, an dem man gern lebt und arbeitet.

Mitmachaktion

Wir zeigen Gesicht

Am Tag nach dem Brand haben wir geschwiegen. Nun wollen wir als Journalisten ein Zeichen setzen: Dafür, dass Garbsen ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt und arbeitet. Dafür, dass die Willehadi-Gemeinde unserer Solidarität sicher sein kann. Und dafür, dass wir keine Toleranz zeigen für Brandstiftung und Zerstörungswut.
Wir machen heute einen kleinen Anfang und zeigen Gesicht: Peter Taubald, Markus Holz, Jutta Grätz und Nadine Hunkert aus der Lokalredaktion, die Redakteure Stefan Bürgel, Esther Kathmann und weitere Kollegen, die sehr gerne in Garbsen arbeiten, einkaufen und weiter unbehelligt ihren Weg zur Arbeit und nach Hause antreten wollen – zu Fuß, per Rad oder mit der Stadtbahn.
Zeigen auch Sie Gesicht? Setzen Sie mit uns ein Zeichen, vielleicht wird daraus ein großes Plakat mit all jenen, die ähnlich denken. Senden Sie uns Ihr Bild mit Ihrer Mutmach-Botschaft per Mail.

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