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Garbsen Nabu ist besorgt: Usutu-Virus tötet Amseln
Umland Garbsen Nabu ist besorgt: Usutu-Virus tötet Amseln
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13:15 24.09.2018
Der Nabu in Garbsen blickt mit Sorge auf die Ausbreitung des Usutu-Virus, das vor allem Amseln befällt. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)
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Garbsen

Das vor allem für Amseln tödliche Usutu-Virus breitet sich auch in Garbsen aus. „Bei uns melden sich vermehrt Menschen, die kranke und tote Vögel finden“, sagt Waldemar Wachtel, Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) in Garbsen. Ihm seien etwa 20 Fälle aus den vergangenen Monaten bekannt.

Das Usutu-Virus hatte bereits in den Jahren 2011, 2012 und 2017 ein Vogelsterben ausgelöst. Es wird durch Stechmücken übertragen und tritt deshalb insbesondere in den Monaten Mai bis November auf. Für Menschen, die gestochen werden, besteht nach bisherigem Kenntnisstand keine Gefahr. Befallene Vögel erkenne man daran, dass sie offensichtlich krank und apathisch wirken, nicht mehr flüchten und meist innerhalb weniger Tage sterben.

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Forscher wollen Ausbreitung dokumentieren

Der Nabu ruft nun dazu auf, tote Vögel einzusammeln und an die Experten des Bernhard-Nocht-Institutes für Tropenmedizin in Hamburg einzuschicken. Die vollständige Adresse lautet: Professor Jonas Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg. Mithilfe der eingesendeten Vögel können Wissenschaftler „die Ausbreitung des Virus und seine Auswirkungen auf unsere Vogelwelt dokumentieren und verstehen“, sagt Wachtel. Er betont, dass die toten Tiere nur mit Handschuhen angefasst werden sollen. Zusätzlich rät der Naturschützer, Futterplätze und Vogeltränken sauber zu halten oder täglich auszubrühen.

Von Gerko Naumann