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Garbsen Garbsenerin spendet 17 Stoffhunde an die Johanniter
Umland Garbsen

Rentnerin aus Garbsen spendet 17 Stoffhunde an die Johanniter

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19:00 27.05.2019
Irene Grell-Kuntze (Mitte) überreicht die Stoffhunde an den stellvertretenden Leiter der Rettungswache der Johanniter, Ivan Blech (links), und seinen Kollegen Sebastian Römhild.
Irene Grell-Kuntze (Mitte) überreicht die Stoffhunde an den stellvertretenden Leiter der Rettungswache der Johanniter, Ivan Blech (links), und seinen Kollegen Sebastian Römhild. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

Sie haben hellbeiges Fell, braunmelierte Schlappohren und schwarze Knopfaugen: 17 Stoffhunde haben am Montag ihren Einsatz in der Rettungswache der Johanniter aufgenommen. Irene Grell-Kuntze aus Garbsen-Mitte hat die Kuscheltiere an die Rettungskräfte überreicht – als Trostspender bei Notfallsituationen, an denen Kinder beteiligt sind. „Ob bei Unfällen oder bei einem traumatischen Erlebnis: Oft stehen die Kinder unter Schock, auch wenn sie nicht verletzt sind“, sagt Grell-Kuntze. Gerade Kinder benötigten in solchen Situationen besondere Aufmerksamkeit. Sie weiß, wovon sie spricht, denn Grell-Kuntze ist selbst ausgebildete Rettungsassistentin und hat einige Jahre Erzieher und Lehrer in Erster Hilfe am Kind ausgebildet.

Quelle: Jutta Grätz

Sanitäter fahren 9000 Einsätze im Jahr

„Mit den Stofftieren können wir Kinder nicht nur ablenken, sondern überhaupt einen Zugang zu ihnen finden und sie trösten“, sagte Ivan Blech, stellvertretender Leiter der Rettungswache Im Bahlbrink. Künftig soll in jedem der drei Rettungswagen und dem Krankenwagen der Wache einer der Stoffhunde mitfahren – für den Notfall und steril verpackt. „Die Stofftiere ersetzen dann erst mal den Einmalhandschuh. Den pusten wir in solchen Situationen für Kinder auf und malen ein Gesicht auf“, sagt er. Außer dem Kuscheltier überreichen die Sanitäter jedem an einer Notfallsituation beteiligten Kind eine eigens angefertigte Tapferkeitsurkunde.

Mehr als 9000 Einsätze fahren die 41 Mitarbeiter der Berenbosteler Wache im Jahr – Tendenz steigend. Grell-Kuntze fühlt sich den Johannitern auch persönlich verbunden. „Sie haben meine Familie vor einiger Zeit bei einer Notsituation unterstützt“, sagte die Garbsenerin.

Von Jutta Grätz