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Garbsen Austausch: So haben Schüler aus Garbsen den Alltag in China erlebt
Umland Garbsen

Seelze: 25 Schüler von IGS und JKG reisen für einen Austausch nach China

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12:00 29.10.2019
In einem Kalligrafie-Kurs haben die Schüler chinesische Schriftzeichen kennengelernt. Quelle: IGS/JKG
Auf der Horst/Garbsen-Mitte

China schickt Tausende Soldaten nach Honkong“, „China feiert 70. Jahrestag der Volksrepublik“, „Weltmacht mit Widersprüchen“: Mit solchen Schlagzeilen im Gepäck sind 25 Schüler der Integrierten Gesamtschule Garbsen (IGS) und des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG) mit vier Lehrern für einen Austausch nach Peking und Schanghai gereist. Mehr als zwei Wochen haben sie dort Sehenswürdigkeiten bestaunt, in Shanghai in Gastfamilien gelebt, die Schule besucht, sich der Kultur angenähert und sogar ein paar Worte Chinesisch gelernt. Die IGS hat diesen Austausch bereits zum zwölften Mal angeboten, das JKG hat sich zum ersten Mal angeschlossen.

Zurückgekommen sind die Schüler mit vielen positiven Erfahrungen – aber auch kritischen Tönen. „Das war wie in einer anderen Welt“, sagt Gallus Schechner (JKG). „Die Gebäude sind einfach der Wahnsinn.“ Er habe sich während des Austauschs so frei wie noch nie gefühlt.

Politik ist selten ein Thema

Ihm seien besonders die vielen Kameras aufgefallen, sagt Pascal Wilczek (IGS). „Die hingen sogar in den Bäumen.“ Auf Nachfrage bei seinem Austauschschüler und dessen Familie habe er allerdings nur vage Antworten bekommen. „Sie meinten, China sei eben ein sehr sicheres Land.“ Auch generell sei ihm aufgefallen, dass wenig über das System und Politik gesprochen werde.

Eigentlich stehe das Thema Politik bei diesem Austausch auch nicht im Vordergrund, sagt Heidrun Gehring, die den Austausch an der IGS betreut. Allerdings habe man in diesem Jahr gemerkt, dass sich im Land vieles verändere. „Die Schüler mussten einen 20-seitigen Visumsantrag ausfüllen“; erzählt sie. Das sei schon eine wirklich große Hürde.

Einmal in China eingereist, haben die Jugendlichen sich besonders mit der Kultur des Landes beschäftigt. Während ihre Austauschschüler Unterricht hatten, haben sie gemeinsam mit zwei chinesischen Lehrern ein paar Schriftzeichen gelernt, chinesische Masken gebastelt und etwas über Land und Leute gelernt. Chinesisch sprechen können sie nach der kurzen Zeit allerdings nicht. „Das ist dann doch zu kompliziert“, sagt Alexandra Wiegmann (IGS). Und irgendwie klinge vieles auch gleich.

Unterschied zwischen Stadt und Land

In Erinnerung geblieben sind den Schülern vor allem die imposanten Skylines, aber auch der Ausblick von der chinesischen Mauer: „Das war für mich schon ein prägender Moment“, sagt Ronja Passauer (IGS). „Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist schon sehr groß.“ Auch das kulinarische Angebot mit Hühnerbeinen, Hund und sogar Pinguin habe beeindruckt –genauso wie der Schnellzug zwischen Peking und Shanghai mit Tempo 350.

Dass Schüler des JKG zum ersten Mal an dem Austausch teilnehmen konnten, sei ein tolles Angebot, sagt Schulleiter Thomas Gömann. „China ist doch noch ein anderes Land, als etwa die USA, wohin es schon einen Austausch gibt.“ Man werde sich in den kommenden Wochen zusammensetzen und schauen, ob der Austausch fortgesetzt werde.

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