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Garbsen Theaterclub Garbsen zeigt neues Stück „Die ägyptische Vase“
Umland Garbsen Theaterclub Garbsen zeigt neues Stück „Die ägyptische Vase“
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00:19 26.04.2019
Proben für ihr neues Stück "Die ägyptische Vase": Jonna Reese (von links), Benjamin Klug, Niklas Feuerriegel, Sascha Kloß, Henrik Schmacker, Alina Seidel, Kaj Dollwitz und Marie Dickert vom Theaterclub Garbsen. Quelle: Jutta Grätz
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Auf der Horst

„Stopp, stopp Mädels, ihr müsst lauter sprechen. Und ihr Jungs, bitte mit mehr Action, direkt zum Publikum“, ruft Felix Futtermenger, Regisseur des Theaterclubs Garbsen. Der 23-Jährige und seine Co-Regisseurin Jessica Klug leiten die Proben für das neue Stück des Theaterprojekts „Die ägyptische Vase“ in der Aula des Schulzentrums am Planetenring. Dort öffnet sich am Sonnabend, 4. Mai, der Vorhang für die Premiere. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Vorverkauf ist eröffnet. Weitere Vorstellungen sind für Sonnabend, 11. Mai, 19.30 Uhr, für Sonntag, 5. Mai, 16 Uhr sowie für Sonntag, 12. Mai, 16 Uhr geplant.

Die 14 Darsteller, zwischen 15 und 21 Jahre alt, ihre beiden Regisseure sowie Maskenbildnerin Sabine Feuerriegel und Souffleuse Anka Junge stecken mitten in der heißen Probephase. Seit dem vergangenen Herbst treffen sie sich wöchentlich: Sie wählen das Stück für ihre mittlerweile neunte Inszenierung seit 2011 aus, studieren Texte ein, bauen Kulissen, schneidern Kostüme. Seit Ostern proben sie fast täglich in der Aula, zudem ist ein Probenwochende in Gailhof vorgesehen. Das Ensemble spielt das Stück „Die ägyptische Vase“, einen sogenannten Rückwärtskrimi in vier Akten aus der Feder von Jochen Matthies. Rückwärts, weil das Stück in zwei Zeiten spielt: in den Sechzigerjahren und im Heute. „Das fanden wir alle ebenso reizvoll wie die charakterstarken Rollen“, sagt Futtermenger.

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Rückwärtskrimi spielt in zwei Zeiten

Darum geht es: Eines Tages klingelt es bei dem pensionierten Wissenschaftler Viktor von Meseberg an der Tür. Katharina und Linda, Praktikantinnen bei der Staatsanwaltschaft, wollen mit Viktor über die Akte eines 50 Jahre alten Mordfalls sprechen. Denn bei diesem war der Wissenschaftler Zeuge. Die Frauen bitten ihn, von den Ereignissen zu erzählen. Dies tut er auf so lebendige Weise, dass die handelnden Personen scheinbar wieder zum Leben erwachen. „Das Publikum fühlt, als würde es den Mord live miterleben“, sagt Jessica Klug. Ihr Sohn Benjamin ist schon seit einigen Jahren im Ensemble und spielt den jungen Viktor in den Sechzigerjahren.

Zum ersten Mal auf der Theaterbühne steht dagegen die 19-Jährige Jonna aus Neustadt. „Ich mag die Rolle der Ägypterin Ibtissam, weil sie so temperamentvoll ist – ich bin ja eher zurückhaltend.“ Henrik Schmacker aus Garbsen spielt schon zum vierten Mal mit und diesmal in der Rolle des François. „Ich hatte schon einige Aufführungen des Theaterclub gesehen und wollte das Theaterspielen unbedingt ausprobieren“, sagt der 15-jährige Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums. „Die Rolle ist spannend, auch wenn ich gar kein Französisch spreche.“

Der Theaterclub Garbsen entstand im Sommer 2010 während einer Theaterfreizeit der Städte Garbsen und Neustadt. Die Abteilung Jugend und Integration der Stadt Garbsen schuf zunächst ein einjähriges Projekt, mittlerweile ist das Projekt etabliert.

Info: Karten kosten 7, ermäßig 5 Euro und sind im Kulturbüro im Rathaus erhältlich. Eine Vorbestellung per E-Mail an theater.garbsen@gmx.de ist möglich.

Von Jutta Grätz