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Sicherheit Oberkommissar: In Seelze ist es sicher
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20:07 05.05.2013
Von Thomas Tschörner
Der Kontaktbeamte Jens Günther. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Günther ist der bekannteste Polizist der Stadt. Der Kontaktbeamte ist Ansprechpartner für alle - für Schüler wie für Rentner. Die Prävention ist Günthers wichtigste Aufgabe - und die einzige: „Mit zunehmender Bekanntheit nehmen die Anfragen zu“, stellt er fest. Seit 2003 ist er Kontaktbeamter der Stadt. Mittlerweile hat er in allen Bereichen gute Kontakte besonders zu Jugendlichen. In ihren Kreisen ist er sehr präsent, besucht zum Beispiel regelmäßig die weiterführenden Schulen, spricht mit den Jugendlichen - und kann so schon eingreifen, bevor es zu spät ist. Der 42-jährige Vater von zwei Kindern ist überzeugt, dass seine Besuche Wirkung zeigen. Allerdings sei der Erfolg schwer messbar. Ein grundsätzliches Problem von Präventionsarbeit.

Jede Auseinandersetzung kann Günther nicht verhindern - will er auch nicht. Er betont, dass die Jugendlichen Konflikte bräuchten, um erwachsen zu werden. „Sie sollen aber lernen, sie sachlich zu lösen.“ Dies sei nicht zuletzt das Ziel der Fußball-AG, die Günther an der Geschwister-Scholl-Schule betreut. Der Polizist spielt selbst bei Preußen Hameln, trainiert eine Oberliga-Damenmannschaft und ist als Schiedsrichter im Landkreis Schaumburg unterwegs. Sachverstand, der bei den Schülern gut ankommt.

Die Jugendlichen kann der Kontaktbeamte über die Schulen relativ leicht erreichen. Auch mit Radfahrern und Autofahrern hat er nahezu täglich Kontakt - etwa bei Kontrollen. Dagegen sei es schwieriger, mit Senioren ins Gespräch zu kommen. „Ich erreiche sie nur vereinzelt, aber selten im großen Kreis.“ Um verstärkt mit den älteren Menschen ins Gespräch zu kommen, hat die Polizei für alle Stadtteile Sicherheitsberater ausgebildet. „Sie sollen die Lücke schließen, die ich nicht füllen kann“, sagt Günther.

Für ältere Menschen spielten die Medien eine große Rolle. „Wenn in München jemand verprügelt wird, der Zivilcourage gezeigt hat, ist das ein großes Thema. Wenn aber zwei Jugendliche einer gestürzten Seniorin helfen und sie nach Hause begleiten, spricht darüber kein Mensch“, bedauert Günther. Senioren reagierten häufig mit Rückzug. Er ist sich sicher: Wenn die älteren Menschen Jugendliche einmal direkt ansprächen, würden sie feststellen, dass die jungen Leute keine Gefahr sind - sondern oft sehr hilfsbereit.

Sicherheit Sicherheit in Garbsen und Seelze - Ergebnisse zur Nachbarschafts-Umfrage

Wir haben Sie gefragt, Sie haben geantwortet: 504-mal. Vielen Dank für die große Resonanz. Die Antworten sind ausgewertet, und wir werden uns in den nächsten zwei Wochen im Themenschwerpunkt Sicherheit dem widmen, was den Bürgern in Garbsen und Seelze besonders am Herzen liegt. An dieser Stelle geben wir einen Überblick zu den wichtigsten Umfrageergebnissen.

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